Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg
13. Oktober 1910 – 17. Dezember 1985

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Fritz Granowski.
Quelle: OdF-Akte Fritz Granowski, Landesarchiv Berlin, C Rep. 118 – 01 Nr. 4028.

Fritz Granowski. Quelle: OdF-Akte Fritz Granowski, Landesarchiv Berlin, C Rep. 118 – 01 Nr. 4028.

Der Friedrichshainer Fritz Granowski engagierte sich unter anderem im KJVD und in der Roten Jungfront. Ab 1933 verteilte er illegale Flugblätter und wirkte an Demonstrationen mit. Er wurde zweimal verhaftet und kam in die KZs Sonnenburg und Oranienburg. Nach seiner Freilassung an Ostern 1934 war er in verschiedenen Betrieben tätig und ging anschließend zur Wehrmacht. Nach seiner Kriegsgefangenschaft kehrte er nach Berlin zurück und engagierte sich bis zu seinem Tod 1985 in der SED.

Von Julia Pietsch

Fritz Otto Granowski wurde am 13. Oktober 1910 in Fürstenwalde an der Spree geboren, einer Stadt zwischen Berlin und Frankfurt an der Oder. Sein Vater, ein gelernter Bäcker aus Posen, und seine Mutter, die Landarbeiterin aus Maibaum bei Elbing in Westpreußen war, zogen bald in die nahe gelegene Hauptstadt um, wo Fritz aufwuchs. Er besuchte die Volksschule bis zur obersten Klasse und anschließend die Berufsschule in der Langestraße 31, unweit seines späteren Wohnorts in der Koppenstraße, im Berliner Arbeiterbezirk Friedrichshain1.
Fritz Granowski wuchs in einem sozialistisch geprägten Elternhaus auf. Sein Vater war aktives Mitglied in der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und der Revolutionären Gewerkschaftsopposition (RGO); die Eltern engagierten sich außerdem bei der Roten Hilfe, einer politischen Hilfsorganisation. Auch Fritz begann früh, sich „im sozialistischen Sinne“ zu betätigen. Als Mitglied im Jungspartakistenbund trat er 1925 der Friedrichshainer Bezirksgruppe des Kommunistischen Jugendverbands Deutschlands (KJVD) bei, in dem er später zum Gruppenleiter des Strausberger Viertels avancierte. In das gleiche Jahr wie sein KJVD-Beitritt fällt auch seine Jugendweihe, eine in der Arbeiterbewegung weit verbreitete nichtkirchliche Alternative zur Konfirmation, die Granowski trotz seiner evangelischen Konfession erhielt2.
Auch im schulischen Umfeld engagierte sich Fritz Granowski, in der Schülerräte-Bewegung. Nach einem Schulverweis der Berufsschule in der Langestraße wechselte er in die Handelsklasse der Kreuzberger Schule in der Wassertorstraße3. In der Folgezeit konnte Granowski beruflich zunächst nicht richtig Fuß fassen; er wechselte häufig seine Arbeitsstelle, und nachdem er als „Mitfahrer in Kartonfabriken“ gearbeitet hatte, ereilte ihn im Jahre 1930, wie viele Gleichaltrige, das Schicksal der Arbeitslosigkeit. Sein politisches Engagement setzte er, nachdem er als Arbeitsloser nun auch in der Erwerbslosenbewegung tätig war, mit Erfolg fort: als KJVD-Mitglied übernahm er in den Jahren 1930/31 die Leitung der Antifa Friedrichshain und wurde außerdem Mitglied bei der Roten Jungfront, in der er zunächst die Einheit Fruchtstraße (heute Straße der Pariser Kommune), später die Friedrichshainer Ortsgruppe leitete. Wie sein Vater trat er schließlich der RGO bei und wurde 1931 KPD-Mitglied4.

Die Anfänge des NS-Regimes und das Verbot sämtlicher Organisationen, in denen er sich engagierte, erlebte Fritz Granowski als 22-Jähriger. Er wohnte zu dieser Zeit in der Koppenstraße 99, in dem Gebiet nördlich des Schlesischen Bahnhofs (heute Ostbahnhof), das lange Zeit das Zentrum seiner politischen Aktivitäten darstellte. Der junge Kommunist setzte sein Engagement auch im Jahre 1933 fort; das Gebiet seiner illegalen Arbeit war die Straße. Granowski beteiligte sich an der Herausgabe illegaler Häuserblockzeitungen und Flugblätter; von einem illegalen Protestzug in der Strassmann- und der Fruchtstraße berichtete er 1984, ein Jahr vor seinem Tod. Am 1. Mai 1933 um 11 Uhr, einem Zeitpunkt, zu dem sämtliche SA- und Polizeikräfte mit der Aufsicht der Zwangsdemonstration zum „Nationalen Feiertag der Arbeit“ beschäftigt waren, den das Naziregime mit einem großen Aufmarsch zum Tempelhofer Maifeld beging, „entfernten sich einige Genossen und nahmen an unserer Demonstration teil. Wir demonstrierten mit einer roten Fahne und sangen die „Internationale“. Dann verabredeten wir uns, [uns] in einer halben Stunde erneut in der Friedrichsfelder Straße zu versammeln, was auch geschah. […] Beide Demonstrationen gingen ohne Verhaftungen vonstatten. Es könnten eventuell gänzlich unbeteiligte festgenommen [worden] sein5.“
Wenige Tage nach dieser Demonstration, am 6. Mai 1933, wurde Fritz Granowski in seiner Wohnung von der SA aufgesucht, zusammengeschlagen und verhaftet. Die genauen Gründe seiner Verhaftung sind nicht bekannt. Der Gefangene wurde am 7. Mai 1933 in das Polizeigefängnis Alexanderplatz und gut drei Wochen später, am 30. Mai, in die Festung Spandau, eine als Staatsgefängnis fungierende ehemalige Zitadelle im Westen Berlins, gebracht6. Von dort aus gelangte Granowski zu seinem ersten KZ-Aufenthalt, der leider nicht sein letzter werden sollte.

Fritz Granowskis erster Aufenthalt im Konzentrationslager dauerte knapp drei Monate. Am 1. Juli 1933 begann seine Haftzeit im KZ Sonnenburg, das er am 24. September 1933 dank einer Massenentlassung im Rahmen einer Amnestie wieder verlassen konnte. In den folgenden Monaten musste sich Granowski täglich auf dem Polizeipräsidium melden und sich einen Stempel abholen. Trotz dieser Schikane und der Unterschrift, die jeder entlassene Häftling dafür leisten musste, dass er nicht mehr politisch tätig wurde, nahm der nun fast 23-Jährige Kontakt zu seinem Verbindungsmann der Roten Jungfront in Neukölln auf, den er nur unter dem Namen „langer Hans“ kannte7. Er selber blieb Verbindungsmann der Roten Jungfront in Friedrichshain mit dem Decknamen „Thommy8“.
Obwohl diese Tätigkeit vermutlich unentdeckt blieb, wurde Fritz Granowski am 16. Januar 1934 erneut verhaftet. Anlass war dieses Mal offenbar die Anbringung eines Kranzes mit roter Schleife zum Todestag Karl Liebknechts an der Brommybrücke9, die Granowski und drei anderen Genossen – ob zu Recht oder zu Unrecht – zugeschrieben wurde10. In einer Mitteilung des Berliner Polizeipräsidenten vom 26. Januar 1934 hieß es, Granowski sei „im Interesse der öffentlichen Sicherheit“ in Haft zu nehmen11 – zu diesem Zeitpunkt befand er sich schon seit zehn Tagen im Polizeigefängnis Alexanderplatz. Von dort aus wurde er ins KZ Oranienburg gebracht, das er am 6. Februar 1934 zum ersten Mal betrat12. In seinen Häftlingsunterlagen aus Oranienburg wird Granowski als „Hausdiener“, wohnhaft in der Münchebergerstraße 34 – ein Haus, das sich unweit der Wohnung in der Koppenstraße befindet – geführt13. Granowski verbrachte mindestens zwei Monate in der zum Konzentrationslager umfunktionierten ehemaligen Brauerei. Später erinnerte er sich an seine Ankunft in Oranienburg: „Wir traten vor dem gleichen Gebäude an, wo Genosse Ebert und andere Funktionäre fast ein Jahr vorher standen und wahrscheinlich den gleichen Weg gingen, der uns noch bevorstand. Einzeln gingen wir in eine Kammer, ich wurde sehr höflich aufgefordert, meine Brille anzulegen. Kaum war das geschehen, fielen fünf riesige SS-Leute [sic!] über mich her und bearbeiteten mich mit Fäusten und Knüppeln. Während dieser Prozedur wurden meine Personalien aufgenommen. Dann ging es noch durch einige Zimmer, als Begleitmusik überall nur Prügel. Die letzte Station war der Obersturmführer Strohberg, der mich sadistisch mit einem langen Gummiknüppel in ‚Behandlung‘ nahm14.“
Fritz Granowski kam vermutlich am 31. März 1934, dem Ostersamstag, aus Oranienburg frei; seine Entlassungspapiere weisen dieses Datum auf. Granowski selber bekam diese Dokumente nie, sie wurden stattdessen – vermutlich, um ihn zu schikanieren – an sein zuständiges Polizei- und das Arbeitsamt geschickt15.

Nach seiner Haft betätigte sich Granowski nicht weiter illegal16. Er beschloss, zur Landhilfe nach Bottschow im Kreis Weststernberg (heutiges Boczów in Polen) zu gehen. Dort knüpfte er Kontakte zu verschiedenen Leuten, unter anderem auch zu Wehrmachtsoldaten, die in Bottschow Manöver übten17. Doch den jungen Mann zog es schließlich wieder nach Berlin, wo er eine neue Arbeit als Ofensetzergehilfe antrat, die er bis Anfang 1938 verrichtete. Vom Arbeitsamt hatte er bereits Ende 1937 den Auftrag bekommen, für eine Tiefbaufirma in der Wustermark Kabel zu verlegen. Granowski berichtete später, gegen die dort herrschenden schlechten Arbeitsbedingungen hätten sich er und seine Kollegen zur Wehr gesetzt18.
Im März 1938 trat Fritz Granowski dann eine Stelle bei der Deutschen Asbestzement AG in Rudow (später Eternit) an, die er auch nach Beendigung des Krieges kurzzeitig wieder aufnahm. Ein Leiharbeitsvertrag mit der Dortmunder Firma Hanebeck verschlug ihn jedoch schon bald an die Westgrenze Deutschlands, wo er an der Errichtung des Westwalls, den der nationalsozialistische Staat zwischen 1938 und 1940 bauen ließ, mitwirken musste. Zu Weihnachten 1938 stand der junge Arbeiter wieder der Deutschen Asbestzement GmbH zur Verfügung und erhielt dort seine erste Ausbildung als Maschinenführer an Röhrenmaschinen19. In der Firma nahm er schließlich nach eigenen Angaben die illegale Betriebsarbeit auf; an der Verbreitung von Schriften oder Ähnlichem war er aber nicht beteiligt20.
In den folgenden Jahren zog man Fritz Granowski zweimal zur Wehrmacht ein. Am 20. Februar 1940 kam er zur 23. Division, 13. Kompanie (Infanterie-Geschütz) und musste am Frankreichfeldzug teilnehmen, bis er Ende November desselben Jahres auf Veranlassung seiner Firma wieder zu seiner Arbeit zurückkehren konnte21. Am 10. April 1942 wurde Granowski erneut eingezogen. Einen Tag vorher noch hatte er Elisabeth Polleit, die vor 1933 wie er Mitglied der KPD gewesen war und die er über alte Genossen kennen gelernt hatte, geheiratet. Durch seine erneute Wehrmachtseinberufung kam er nach Russland. Beim Vormarsch auf Stalingrad wurde der Frischverheiratete jedoch durch einen Granatsplitter in der Brust verwundet und verbrachte daraufhin fast ein Jahr, bis September 1943, im Lazarett in Radeberg bei Dresden22.
Als Verwundeter konnte Granowski bis zum Kriegsende nicht mehr an Kampfhandlungen teilnehmen und wurde stattdessen nach Bad Freienwalde, östlich von Berlin, geschickt, wo er die Bewachung des Außenlagers des Heereszeugamtes Spandau gewährleisten sollte. Granowski berichtete später, er habe dort die ebenfalls auf dem Gelände untergebrachten russischen, französischen und italienischen Kriegsgefangenen heimlich mit Essen und Schuhen versorgt23. Auf dem Posten blieb er bis zum Ende des Krieges.

Bei Kriegsende floh Fritz Granwoski als Wehrmachtsangehöriger vor den anrückenden Truppen, im März 1945 zunächst vor der Roten Armee nach Westen, Richtung Celle, er bewegte sich aber von dort aus wiederum wegen der nahenden US-Armee in die entgegen gesetzte Richtung, auf seine Heimat Berlin zu. Doch er kam nicht weit. Am 15. April 1945 gelangte er in Salzwedel in amerikanische Kriegsgefangenschaft, die er zunächst in Rheinberg bei Wesel zubrachte, dann als Gefangener der Briten, die das Lager übernahmen und die Gefangenen nach Belgien brachten. Durch die Gefangenschaft und den kalten Winter angeschlagen, wurde Granowski im Januar 1946 in die britische Zone entlassen, wo er sich für kurze Zeit eine Arbeit in einer Papierfabrik in Alfeld an der Leine suchte; im April desselben Jahres aber kehrte er mit einem Flüchtlingszug nach Berlin zurück24.

Mit der Rückkehr nach Berlin nahm Granowski nach und nach wieder politische Tätigkeiten auf. Er stellte zunächst einen Antrag auf Anerkennung als Opfer des Faschismus (OdF). Wegen seiner verhältnismäßig kurzen Haftzeit in den KZs Sonnenburg und Oranienburg wurde Granowski als „OdF Klasse III“ eingestuft. Er nahm für kurze Zeit die Arbeit bei der Deutschen Asbestzement AG wieder auf, bevor er 1947 wegen seines durch die Kriegsgefangenschaft bedingten schlechten gesundheitlichen Zustands nach Mecklenburg reiste, um bei der Landarbeit langsam wieder zu genesen25.
Bereits im Mai 1946 war er der kurz zuvor gegründeten und aus einem Zusammenschluss von KPD und SPD in der Sowjetischen Besatzungszone hervorgegangenen SED beigetreten. Diese war es schließlich auch, wie Granowski schilderte, die ihm nach seiner Rückkehr aus Mecklenburg in Berlin eine Anstellung als Transportarbeiter verschaffte. Fritz Granowski wandte sich in den folgenden Jahren verstärkt der Parteiarbeit zu. Seinem Heimatbezirk Friedrichshain blieb er weiterhin treu und begann, sich politisch einzubringen und sich weiterzubilden. Er besuchte im Juni 1949 die Landesparteischule der SED in Liebenwalde und wurde anschließend als Assistent zur Kreisparteischule Kaulsdorf geschickt. Ab November 1950 arbeitete Granowski als Abteilungsleiter im Kreissekretariat der SED Friedrichshain26.
Bis zu seinem Tod wohnte Granowski in Friedrichshain rund um das Viertel nördlich des Ostbahnhofs. Von der Rigaer Straße 99 zog er vermutlich in den 1970er Jahren in die Marchlewskistraße 79 und schließlich zum Strausberger Platz 17. Wegen seines gesundheitlichen Zustands ging er bereits als 49-Jähriger in Rente. Mit seiner Frau Lieselotte – wobei unklar ist, ob Lieselotte die Elisabeth ist, die er 1942 vor seiner zweiten Einberufung zur Wehrmacht heiratete – bekam Granowski eine Tochter, Iris. Ihr Geburtsjahr ist nicht bekannt.
Fritz Granowski erhielt die Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus. Im Oktober 1976 verlieh man ihm den Vaterländischen-Verdienstorden der VdN für „unermüdliche Arbeit im Kampf gegen Faschismus und Krieg und für den Aufbau des Sozialismus in unserer Republik“. Als angesehener Bürger der DDR starb er am 17. Dezember 198527.

1 Vgl. Lebenslauf Fritz Granowski, in: OdF-Akte Fritz Granowski, Landesarchiv Berlin, C Rep. 118 – 01 Nr. 4028. 

2 Vgl. ebd.  

3 Vgl. OdF-Fragbogen, in: OdF-Akte Fritz Granowski. 

4 Vgl. ebd. 

5 Zit. nach: Sandvoß, Hans-Reiner: Widerstand in Friedrichshain und Lichtenberg, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 1998, S. 97f. 

6 Vgl. OdF-Fragebogen, in: OdF-Akte Granowski. 

7 Vgl. Lebenslauf Fritz Granowski. 

8 Vgl. Granowski, Fritz, in: Widerstand in Berlin gegen das NS-Regime 1933-1945. Ein biographisches Lexikon. Hrsg. von der Geschichtswerkstatt der Berliner Vereinigung ehemaliger Teilnehmer am antifaschistischen Widerstand, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener (BV VdN e.V.) unter Leitung von Hans-Joachim Fieber, Berlin 2002-2005, Bd. 2, S. 289. 

9 Die Brommybrücke wurde 1945 anlässlich der Teilung Berlins gesprengt; sie verband Friedrichshain und Kreuzberg miteinander und führte über die Spree. Die Brommybrücke befand sich zwischen Oberbaum- und Schillingbrücke und somit unweit von Granowskis Wohnung. 

10 Vgl. Der antifaschistische Widerstandskampf rund um die Frankfurter Allee 1933-1945. Hrsg. von der SED-Kreisleitung und dem Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR Berlin-Friedrichshain, Berlin, S. 24. 

11 Vgl. Brief des Polizeipräsidenten an Granowski vom 26. Januar 1934, in: BLHA, Rep. 35 G, KZ Oranienburg, Nr. 3/10, Bl. 349. 

12 Vgl. Entlassungsschein aus dem KZ Oranienburg, ebd., Bl. 348. 

13 Vgl. Personenbeschreibung Fritz Granowski, in: BLHA, Rep. 35 G, KZ Oranienburg, Nr. 2/2, Bl. 110. 

14 Erinnerungsbericht Fritz Granowski, zit. nach: Algermissen, Gundolf/Reinhard Jacobs, Friedrich Theilmann: Konzentrationslager Oranienburg. Aus der Schriftenreihe “Peiner Einblicke”, hrsg. vom Deutschen Gewerkschaftsbund, Zweigbüro Peine, Bildungsverein Arbeit und Leben e. V., KAG Peine und Verein Bildung und Wissen in Peine e. V., Peine 1989. 

15 Vgl. Lebenslauf Fritz Granowski. 

16 Vgl. ebd. 

17 Vgl. ebd. 

18 Vgl. ebd. 

19 Vgl. ebd. 

20 Vgl. Granowski, in: Widerstand in Berlin. 

21 Vgl. ebd. 

22 Vgl. OdF-Fragebogen Fritz Granowski. 

23 Vgl. Lebenslauf Fritz Granwoski. 

24 Vgl. ebd. 

25 Vgl. ebd. 

26 Vgl. ebd. 

27 Vgl. OdF-Akte Fritz Granowski.
 

Soziale/Regionale Herkunft: Vater gelernter Bäcker aus Posen, Mitglied in KPD und RGO, Mutter Landarbeiterin aus Maibaum bei Elbing, Westpreußen, beide Mitglieder der Roten Hilfe; in einem sozialistischen Berliner Elternhaus aufgewachsen

Ausbildung/Berufstätigkeit: Volkschule in Berlin, Berufsschule; 1938 Ausbildung als Maschinenführer bei der Deutschen Asbestzement AG in Rudow

Mitgliedschaft und Funktionen in der Gewerkschaftsbewegung: RGO

Parteizugehörigkeit/-funktionen, politische Vorfeldorganisationen: Jungspartakusbund, KJVD (Gruppenleiter Strausberger Viertel, Leiter der Antifa Friedrichshain), Rote Jungfront (Leiter in Friedrichshain); ab 1931 Mitglied der KPD

Politische Mandate/Aktivitäten: keine

Widerstandsaktivitäten: Mitherausgabe illegaler Häuserblockzeitungen und Flugblätter, Mitveranstalter einer illegalen Demonstration am 1. Mai 1933

Haft in Konzentrationslagern/ Zuchthäusern/Gefängnissen: Polizeigefängnis Alexanderplatz (7. Mai 1933 – 30. Mai 1933 und 16. Januar 1934 – 6. Februar 1933), Festung Spandau (30. Mai 1933 – 1. Juli 1933), KZ Sonnenburg (1. Juli 1933 - 24. September 1933), KZ Oranienburg (6. Februar 1934 – 31. März 1934)

Politisches und gewerkschaftliches Engagement nach 1945: 1946: Mitglied der SED, Assistent der Kreisparteischule Kaulsdorf , Abteilungsleiter im Kreissekretariat der SED

Erinnerungskultur/Ehrungen: Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus, Vaterländischer-Verdienstorden der VdN für „unermüdliche Arbeit im Kampf gegen Faschismus und Krieg und für den Aufbau des Sozialismus in unserer Republik“

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