Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Im Gefängnis Plötzensee wurden bis 1942 alle vom Volksgerichtshof und vom Kammergericht Berlin verhängten Todesurteile vollstreckt. Neben dem Zuchthaus Brandenburg–Görden war das Gefängnis Plötzensee die größte Hinrichtungsstätte in Norddeutschland.
Bis 1942 handelte es sich hauptsächlich um deutsche, danach um politische Gegner und Widerstandskämpfer aus 19 europäischen Nationen, die hier ermordet wurden. Die Zahl der Opfer beträgt schätzungsweise 2500 Frauen, Männer und Jugendliche. Diese waren teilweise Mitglieder von Widerstandsgruppen, wie des Kreisauer Kreises oder des 20. Juli, aber auch Personen, die wegen kleinen Delikten als so genannte „Volksschädlinge“ verurteilt worden waren.
Die Gefangenen wurden durch Enthauptung getötet, bis 1935 mit dem Beil, danach durch eine Guillotine. Ab Ende 1942 wurde zusätzlich ein Galgen errichtet.

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.