Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg
27. März 1913 - 17. Mai 1975

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Gerhard Nürnberg.
Quelle: BLHA, Rep. 35 G, KZ Oranienburg, Nr. 3/24/1.

Gerhard Nürnberg. Quelle: BLHA, Rep. 35 G, KZ Oranienburg, Nr. 3/24/1.

Von Tobias Willms

Am 27. März 1913 wurde Gerhard Nürnberg, Sohn von Richard und Minna Nürnberg, in Berlin geboren. Er besuchte das Sophien-Realgymnasium in Berlin bis zu seinem Abitur im September 1931 mit dem „ausdrücklichen Ziel, mich beruflich einem Zweig der Sozialversicherung zu widmen1“. Bei dieser beruflichen Zielsetzung wurde er durch sein familiäres Umfeld beeinflusst, sein Vater Richard war sowohl Gewerkschaftsangestellter als auch Vorsitzender der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Berlin.
Im Alter von 14 Jahren trat Nürnberg 1927 in die Sozialistische Arbeiterjugend (SAJ) ein, 1931 war er Mitglied der SPD und des „Reichbanners Schwarz-Rot-Gold“. Kurz nach dem Abschluss seines Abiturs arbeitete er ab November 1931 zuerst als Volontär, dann als hauptamtlicher Angestellter bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Stadtkreis Rathenow (Havel). Zu diesem Zeitpunkt engagierte er sich gewerkschaftlich im Vorstand der Jugendgruppe des Zentralverbandes der Angestellten (ZdA) in Rathenow.
Am 13. Juni 1933 wurde Nürnberg aufgrund des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ wegen „politischer und nationaler Unzuverlässigkeit“ als Angestellter der AOK Rathenow entlassen. Kurze Zeit darauf wurde der 20-Jährige verhaftet und am 28. Juni 1933 in das Konzentrationslager Oranienburg verbracht. Während seiner Inhaftierung musste Nürnberg im Auftrag seines früheren Arbeitgebers einen Fragebogen wegen des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufbeamtentums“ ausfüllen. Gerhard Nürnberg, der die Häftlingsnummer 347 hatte, wurde am 19. Juli 1933 aus dem KZ Oranienburg entlassen.
Aus dem abgebildeten Brief geht hervor, dass sein ehemaliger Arbeitgeber ihm seinen Lohn nicht auszahlte, da dieser „befürchtet[e], dass eventuell die Kosten für meine 23tägige Schutzhaft im Konzentrationslager Oranienburg von ihm angefordert werden könnten2.“ Auf Nürnbergs Schreiben hin benachrichtigte ihn die Verwaltung des Konzentrationslagers, „daß das Konzentrationslager Oranienburg keine Geldanforderungen an Sie hat3.“ Aus den vorliegenden Quellen geht nicht hervor, ob der ausstehende Lohn bezahlt wurde.
Nach seiner Entlassung aus dem KZ zog er für kurze Zeit nach Eichenwalde (Teltow). Im November 1934 fand Nürnberg zunächst als Volontär, dann als kaufmännischer Angestellter eine Anstellung bei dem in Berlin-Neukölln ansässigen Unternehmen Grünewald’s Registrator Co AG, einem Tochterunternehmen des Luis-Leitz-Konzerns. Von Mai 1937 bis zum Sommer 1938 arbeitete er als Expedient in einer Fabrik für Kohle- und Durchschriftpapier (DEFAK) und ab Sommer 1938 als kaufmännischer Angestellter mit der Zuständigkeit für Vertreterverträge und Werbefragen bei der Berliner Maschinenfabrik Tex-Rope.
Nach der Absolvierung einer zweimonatigen militärischen Ausbildung im Jahr 1938 wurde er im Februar 1940 zum Militärdienst eingezogen. 1945 geriet er im Harz-Gebirge in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde später in ein britisches Gefangenenlager überführt. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im Dezember 1945 kehrte er im Januar 1946 nach Berlin zurück.
Anhand der Entwicklungslinien der gewerkschaftlichen und politischen Aktivität Nürnbergs können die bedeutenden gesellschaftlichen Umbrüche nach Ende des Zweiten Weltkrieges nachvollzogen werden. Die Teilung Deutschlands hatte besonders in Berlin große Auswirkungen auf die Gewerkschaftsbewegung. Trotz der Tatsache, dass „viele Gewerkschafter in der Zersplitterung der Gewerkschaftsbewegung in verschiedene Richtungsgewerkschaften einen wesentlichen Grund für die ohne großen Widerstand erfolgte Zerschlagung und Gleichschaltung der Gewerkschaften 1933 gesehen4“ hatten, kam es wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges zu einer erneuten Spaltung der Gewerkschaftsbewegung. In der Festschrift „Zwanzig Jahre ÖTV“ schreibt Gerhard Nürnberg, dass „die langjährige Wahrnehmung der Hoheitsrechte durch alliierte Militärverwaltungen sich auch nachteilig bemerkbar machte. Denn die Gedanken und Vorstellungen, welche die maßgebenden Gewerkschafter der verschiedensten politischen Richtungen nach dem Zusammenbruch beseelten, konnten nur zum Teil verwirklicht werden. Zwar wurde die weltanschauliche und berufliche Zersplitterung der Zeit vor 1933 weitgehend überwunden. Die Bemühungen jedoch, über eine einheitliche und starke Gewerkschaftsbewegung die nationale Einheit zu erhalten und wiederzubeleben, waren zum Scheitern verurteilt. Obgleich das Verlangen in Nord und Süd, in Ost und West gleichermaßen stark ausgeprägt war, vermochte es die seit 1947 immer mehr erkennbare Aufteilung der Welt in eine westliche und eine östliche Machtsphäre nicht aufzuhalten5.“ Gerhard Nürnberg betätigte sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges innerhalb der SPD Groß-Berlins in der Gewerkschaftskommission und vertrat dort die Linie der Unabhängigen Gewerkschaftsorganisation (UGO). Mit Hilfe der UGO setzten sich die sozialdemokratischen Gewerkschafter für die Integration in die „westliche Machtsphäre“ ein und widersetzten sich der Instrumentalisierung des FDGB für Interessen der KPD-, beziehungsweise späteren SED-Führung und der sowjetischen Stadtkommandantur.
Bereits im Februar 1946 war Gerhard Nürnberg als Tarifsekretär bei der Industriegewerkschaft Öffentliche Betriebe und Verwaltungen beim FDGB Groß-Berlin angestellt. Im Oktober 1946 wurde er zum Zweiten Vorsitzenden dieser Industriegewerkschaft gewählt. Aus einem im Januar 1948 veröffentlichten Artikel von Gerhard Nürnberg lässt sich entnehmen, welch hohen Stellenwert die Einheit der Gewerkschaftsbewegung für die damaligen Gewerkschafter hatte: „Bei allen Erwägungen und Arbeiten für das Wohl unserer Kollegenschaft bedauern wir immer wieder, daß wir nicht ein Glied einer gesamtdeutschen Gewerkschaftsbewegung sind. Es ist daher unser größter Wunsch, mit unseren Kolleginnen und Kollegen außerhalb der politischen Grenzen Groß-Berlins Fühlung zu halten, um zu einem Zusammenschluß der Gewerkschaft der öffentlichen Betriebe und Verwaltungen in ganz Deutschland zu gelangen6.“ Zu diesem Zeitpunkt bestanden jedoch über die konkrete Umsetzung einer „gesamtdeutschen Gewerkschaftsbewegung“ verschiedene Vorstellungen zwischen sozialdemokratischen und kommunistischen Gewerkschaftern. Nicht einmal ein halbes Jahr nach Veröffentlichung des Artikels kam es zur Spaltung der Berliner Gewerkschaftsbewegung und somit auch der Industriegewerkschaft Öffentliche Betriebe und Verwaltungen. Ausgelöst wurde die Spaltung des FDGB Berlin „als die Stadt-Delegiertenkonferenz (Mai 1948) die Anerkennung eines Teils der oppositionellen Mandate verweigerte [...]. Noch im Mai bildeten Anhänger der Unabhängigen Gewerkschaftsopposition (UGO) eine Kommisarische Leitung des FDGB (UGO) für den Westteil der Stadt7.“ In seinem Lebenslauf berichtet Nürnberg von seiner fristlosen Entlassung und der Enthebung von seiner Funktion als 2. Vorsitzender der Industriegewerkschaft Öffentliche Betriebe und Verwaltungen in Folge seiner „Weigerung im Mai 1948, den undemokratisch zustande gekommenen FDGB-Vorstand anzuerkennen und nach meiner weiteren Weigerung, ein Revers zu unterzeichnen, wodurch ich die gesamte zukünftige FDGB-Politik anerkennen würde8“.
Am 29. Juni 1948 wurde nach der Trennung vom FDGB der „Gesamtverband der Öffentlichen Betriebe und Verwaltungen Groß-Berlin“ gegründet. Auf der Gründungskonferenz des Gesamtverbandes hielt Nürnberg das programmatische Referat. Wenige Wochen nach der vollzogenen Spaltung verlegte er aus Furcht vor Repressalien seinen Wohnsitz vom Ost- in den Westteil Berlins.
Nachdem sich die der UGO nahe stehenden Transportarbeiter dem Gesamtverband angeschlossen hatten, wurde dieser umbenannt in „Gesamtverband der öffentlichen Betriebe und Verwaltungen sowie des Transports Groß-Berlin“. Auf dem 1. Verbandstag des „Gesamtverbandes“ am 16. Januar 1949 wurde Gerhard Nürnberg zum Vorsitzenden gewählt. Bereits im Herbst 1949 ging die ÖTV mit dem Gesamtverband eine enge Arbeitsgemeinschaft ein. Die zu diesem Zweck verfasste Vereinbarung sah unter anderem vor, „sich gegenseitig bei der Wahrnehmung der Belange der Arbeiter, Angestellten und Beamten zu unterstützen und alles zu tun, was dem organisatorischen Anschluß des GV an die ÖTV dient9.“ Auf einer Konferenz vom 29. Juni bis 1. Juli 1950 entschieden sich 251 Berliner Delegierte des Gesamtverbandes für einen Anschluss an die ÖTV als 11. Bezirk. Die 251 Delegierten, die ungefähr 42.000 Mitglieder repräsentierten, wählten Nürnberg in den geschäftsführenden Vorstand der ÖTV.
Gerhard Nürnberg sprach sehr gut englisch und reiste mit den „Friends of International Pioneer Work“ bereits 1929 und 1931 nach England. Im Rahmen seiner gewerkschaftlichen Tätigkeit pflegte er weiterhin enge Kontakte ins englischsprachige Ausland und besuchte 1948 für sieben Wochen ein gewerkschaftliches Schulungszentrum im englischen Wilton Park. Daraufhin fand am 18. September 1949 ein „Internationaler Gewerkschaftskursus in Berlin“ statt, an dem auch Nürnberg teilnahm. In einem von der Zeitung „Das Freie Wort“ veröffentlichten Artikel hieß es, das Ziel des Kurses sei, „Hinweise für die Methodik gewerkschaftlicher Arbeit auf nationaler Basis zu gewinnen und darüber hinaus zu einer internationalen Verständigung beizutragen10.“ Im selben Jahr trat Nürnberg auf Einladung des amerikanischen Arbeitsministeriums eine dreimonatige Reise nach Amerika an. Des Weiteren nahm er an der Gründungskonferenz des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften im Winter 1949 in London und 1950 an dem Kongress der Angehörigen des öffentlichen Dienstes der niederländischen Bruderorganisation teil.
Im Jahre 1950 zog Nürnberg nach Stuttgart, da hier der Hauptvorstand der ÖTV seinen Sitz hatte. Seine gewerkschaftliche Karriere innerhalb der ÖTV begann im August 1950 mit der Zuständigkeit im geschäftsführenden Hauptvorstand für das Sekretariat Werbung, Statistik und Archiv. Auf dem 1. Gewerkschaftstag der ÖTV 1952 in Hamburg wurde er einstimmig in den geschäftsführenden Hauptvorstand gewählt und in dieser Position auf den Gewerkschaftstagen in Frankfurt am Main im Mai 1955 und in München im Juni 1958 bestätigt. Seit 1955 war er zuständig für die Verlagsanstalt Courier und für die Hausdruckerei. 1957 wurde er „in eine Studienkommission gewählt, die den organisatorischen Aufbau der Gewerkschaft ÖTV überprüfen sollte. Innerorganisatorisch gehörte die Schaffung der ,Eilnachrichten’ Mitte der fünfziger Jahre zu seinen wichtigsten Innovationen11.“ Auf dem 4. Gewerkschaftstag der ÖTV 1961 in Berlin wurde Nürnberg zwar in den Vorstand gewählt, allerdings mit nur 250 der 486 abgegebenen Stimmen. Die Stimmverluste sind auf den „Generationswechsel“ innerhalb der Gewerkschaftsbewegung zurückzuführen. Nach der Wiederwahl auf dem 5. Gewerkschaftstag 1964 in Dortmund nahm er weitere Aufgaben wahr: Seit 1964 war er Vorsitzender der Kommission für gewerkschaftliche Verwaltungs- und Organisationsfragen, der Kommission für Personalpolitik und der Kommission für Werbung. Auf dem 6. Gewerkschaftstag der ÖTV in München 1968 behauptete sich Nürnberg in einer Kampfabstimmung gegen Hans Schwalbach mit 317 gegen 178 Stimmen.
Ab diesem Zeitpunkt übernahm Nürnberg einen neuen Geschäftsbereich: die Bildungsarbeit. Der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit räumte Nürnberg einen hohen Stellenwert ein, sie stand für ihn gleichwertig neben der gewerkschaftlichen Tarif- und Sozialpolitik. Die Aufgabe der Bildungsarbeit sei es, „die Lücke aufzufüllen, die in den letzten zwanzig Jahren entstanden ist [...]. Angesichts der Monopolstellung bestimmter sogenannter Pressen ist gewerkschaftliche Bildungsarbeit mehr als ein Korrektiv, mehr als Aufklärung und Information, sie ist ein Gegengewicht und gleichzeitig ein bedeutendes Mittel in der Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten und in der Erreichung gesellschaftlicher und gesellschaftspolitischer Ziele12.“ Ein Höhepunkt seiner gewerkschaftlichen Karriere war für ihn die Eröffnung des „ÖTV-Bildungs- und Begegnungszentrums Berlin-Wannsee“, das „eine moderne Stätte für freimütige, offene Diskussionen sein soll, die dem Bildungsauftrag der Gewerkschaften und insbesondere der ÖTV nach dem Anspruch ,mehr Demokratie durch bessere Bildung’ gerecht werden will13.“
Neben seiner gewerkschaftlichen Aktivität war das Engagement in der 1952 errichteten Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung sein „zweites Standbein“. In der im Jahre 1969 in Bundesanstalt für Arbeit umgenannten Institution war Nürnberg seit 1952 Mitglied im Vorstand und wechselte 1956 in den Verwaltungsrat über. Seit dem 1. April 1965 war er in jährlich wechselndem Turnus Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates.
Auf dem 7. Gewerkschaftstag der ÖTV 1972 in Berlin kandidierte er aufgrund seines angeschlagenen Gesundheitszustandes nicht mehr. Am 17. Mai 1975 starb Gerhard Nürnberg im Alter von 62 Jahren an den Folgen eines Herzanfalls und hinterließ seine Tochter und seine Ehefrau Waltraud.

1 Lebenslauf. 

2 BLHA, Rep. 35 G, KZ Oranienburg. 

3 Ebd. 

4 Mielke, FDGB-UGO-DGB, Kampf um eine demokratische Gewerkschaftsbewegung (1945 – 1950), in: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung, 1999, Heft 4, S. 53-64, hier: S. 55f. 

5 Zwanzig Jahre ÖTV, Stuttgart 1966, S. 21. 

6 Die Gewerkschaft, 2. Jg., Nr. 1, Januar 1948, S. 2. 

7 Mielke, Kampf um eine demokratische Gewerkschaftsbewegung, S. 61. 

8 Lebenslauf, in: Entschädigungsamt Berlin, Reg.-Nr. 28720. 

9 Furtwängler, Franz Josef, ÖTV. Die Geschichte einer Gewerkschaft, hrsg. vom Hauptvorstand der Gewerkschaft ÖTV, Stuttgart 1955, S. 95. 

10 Das Freie Wort, 23.9.1949. 

11 Zimmermann, Rüdiger, 100 Jahre ÖTV. Die Geschichte einer Gewerkschaft und ihrer Vorläuferorganisationen, Bd. 2, hrsg. von der ÖTV, Frankfurt/Main 1996, S. 165-167, S. 166. 

12 Ebd., S. 167. 

13 Nürnberg, Gerhard, Das neue Haus in Berlin, in: Das ÖTV-Magazin 1970, S. 13. 

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Quellen:

  • AS, Liste KZ Oranienburg, S. 80.
  • BLHA, Rep. 35 G, KZ Oranienburg, Nr. 2/3, 3/24/1, 4/6, 4/1/1.
  • Entschädigungsamt Berlin, Reg.-Nr. 28720.
  • Berliner Gewerkschaftsgeschichte von 1945 bis 1950. FDGB-UGO-DGB, hrsg. vom DGB Landesbezirk Berlin, Berlin 1971.
  • Furtwängler, Franz Josef, ÖTV. Die Geschichte einer Gewerkschaft, hrsg. vom Hauptvorstand der Gewerkschaft ÖTV, Stuttgart 1955.
  • Das Freie Wort, 23.9.1949.
  • Die Gewerkschaft, 2. Jg., Nr. 1, Januar 1948.
  • Mielke, Siegfried, FDGB-UGO-DGB: Kampf um eine demokratische Gewerkschaftsbewegung (1945 –1950), in: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung, 1999, Heft 4, S. 53-64.
  • Nürnberg, Gerhard, Gemeinsames Bewußtsein und Organisationsreform, in: Zwanzig Jahre ÖTV, Stuttgart 1966, S. 21f.
  • Nürnberg, Gerhard, Das neue Haus in Berlin, in: Das ÖTV-Magazin, 1970.
  • Die Schuldigen an der Spaltung der Gewerkschaften von Groß-Berlin, hrsg. vom Vorstand des FDGB Groß-Berlin, o.O. o.J.
  • Zimmermann, Rüdiger, 100 Jahre ÖTV. Die Geschichte einer Gewerkschaft und ihrer Vorläuferorganisationen, Bd. 2, hrsg. von der ÖTV, Frankfurt/Main 1996, S. 165-167.

Soziale/Regionale Herkunft: Berlin; Sohn eines Gewerkschaftsangestellten

Ausbildung/Berufstätigkeit: Volontär bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Stadtkreis Rathenow

Mitgliedschaft und Funktionen in der Gewerkschaftsbewegung: Zentralverbandeder Angestellten (ZdA)

Parteizugehörigkeit/-funktionen, politische Vorfeldorganisationen: 1931: SPD; Reichsbanner

Politische Mandate/Aktivitäten: nicht bekannt

Widerstandsaktivitäten: nicht bekannt

Haft in Konzentrationslagern/ Zuchthäusern/Gefängnissen: 28. Juni 1933 - 19. Juli 1933: KZ Oranienburg (Häftlingsnummer 347)

Politisches und gewerkschaftliches Engagement nach 1945: SPD; Tarifsekretär bei der Industriegewerkschaft Öffentliche Betriebe und Verwaltungen beim FDGB Groß-Berlin; Zweiter Vorsitzender der Industriegewerkschaft für Groß-Berlin; 1. Vorsitzender des „Gesamtverbands der öffentlichen Betriebe und Verwaltungen sowie des Transports Groß-Berlin“; Mitglied des geschäftsführenden Vorstand der ÖTV; Mitglied im Vorstand der Bundesanstalt für Arbeit

Erinnerungskultur/Ehrungen: nicht bekannt

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