Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg
4. November 1888 - ?

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Von Juliane Küchholz

Albert Zippan wurde am 4. November 1888 geboren. Er wohnte mit seiner Familie im brandenburgischen Storkow in der Kirchstraße 28. Aus der Adressbeilage des Korrespondenzblattes des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes (ADGB) von April 1922 geht hervor, dass Albert Zippan Vorsitzender des ADGB Storkow war. Es ist davon auszugehen, dass dieser Ortsausschuss sehr klein und nur von marginaler Bedeutung war, da über seine gewerkschaftlichen Aktivitäten keine Informationen ermittelt werden konnten.
Vom 29. Juni bis zum 17. Juli 1933 war Albert Zippan im Konzentrationslager Oranienburg inhaftiert. Den Unterlagen des Konzentrationslagers lässt sich entnehmen, dass er Arbeiter war und zum Zeitpunkt seiner Verhaftung in Storkow wohnte. Obwohl das Adressbuch des Kreises Beeskow-Storkow für das Jahr 1939 keinen Albert Zippan verzeichnet, wurde er offensichtlich am 22. August 1944 zusammen mit Hermann Oswald im Zuge der „Aktion Gitter“ erneut verhaftet und ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Näheres über Albert Zippan ist nicht bekannt.

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Quellen:

  • AS, Liste KZ Oranienburg, S. 132.
  • BLHA, Rep. 35 G, KZ Oranienburg, Nr. 3/44; Nr. 4/6.
  • Adreßbeilage des Korrespondenzblattes des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes, Nr. 1, 22.4.1922, S. 14.
  • Adressbuch des Kreises Beeskow-Storkow, enthaltend die Städte Beeskow, Storkow, Märkisch Buchholz sowie sämtliche Landgemeinden, Cottbus 1939.
  • Rat der Stadt Storkow (Mark), Bezirk Frankfurt (Oder) (Hrsg.), 750 Jahre Storkow, Festschrift zur 750-Jahrfeier der Stadt Storkow (Mark), vom 4. bis 12. Juli 1959, o.O. 1959, S. 17.

Soziale/Regionale Herkunft: nicht bekannt

Ausbildung/Berufstätigkeit: nicht bekannt

Mitgliedschaft und Funktionen in der Gewerkschaftsbewegung: Vorsitzender des ADGB Storkow

Parteizugehörigkeit/-funktionen, politische Vorfeldorganisationen: nicht bekannt

Politische Mandate/Aktivitäten: nicht bekannt

Widerstandsaktivitäten: nicht bekannt

Haft in Konzentrationslagern/ Zuchthäusern/Gefängnissen: 29. Juni bis zum 17. Juli 1933: Konzentrationslager Oranienburg; 22. August 1944: KZ Sachsenhausen

Politisches und gewerkschaftliches Engagement nach 1945: nicht bekannt

Erinnerungskultur/Ehrungen: nicht bekannt

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