Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Der EVMB wurde Anfang November 1930 als erster “roter Verband” der Revolutionären Gewerkschaftsopposition (RGO) gegründet. Er verstand sich als “klassenkämpferische” Gewerkschaft und stand der KPD nahe. 1931 hatte der EVMB rund 13.000 Mitglieder, die sich vorrangig auf Versuche zur Initiierung von Streiks in der Berliner Metallindustrie konzentrierten. Heftige Konflikte mit dem Deutschen Metallarbeiterverband (DMV) begleiteten die Entwicklung des kommunistischen Konkurrenzverbandes. Nach dem Reichstagsbrand Ende Februar 1933 wurde der EVMB verboten. Dennoch versuchte ein Teil der Mitgliedschaft, die Aktivitäten des Verbandes in der Illegalität aufrechtzuerhalten. Ende 1933 wurde ein Teil des leitenden EVMB-Personals festgenommen und war zeitweise im KZ Oranienburg inhaftiert.

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* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.