Die politischen Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg

Die Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition (RGO) kann als die kommunistische Gewerkschaft zum Ende der Weimarer Republik betrachtet werden. Die RGO-Politik begann 1928 mit einer offensiven “Fraktionsarbeit” in den Einzelgewerkschaften des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB). Die RGO entwickelte sich immer mehr zu einer eigenständigen Organisation und wurde seit 1930 als „rote Klassengewerkschaft“ propagiert. Mehrfach wurden Übertrittskampagnen eingeleitet, die jedoch nur selten Erfolg zeigten. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die RGO verboten. Dennoch gab es 1933/34 in einigen Organisierungsbereichen der RGO Versuche, Gewerkschaftsgruppen im Widerstand zu erhalten oder neu aufzubauen. Ende 1934 wurde die RGO von der KPD aufgelöst.

(siehe auch: Einheitsverband der Metallarbeiter Berlins)

Impressum

* Mit dankenswerter Genehmigung durch die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten entnommen aus: Gegen das Vergessen. Häftlingsalltag im KZ Sachsenhausen 1936-1945, CD-ROM, Systema 2004.