Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

BRUCHSTÜCKE '45

Eine Ausstellung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Ein Stück Landkarte; das Besteck eines SS-Offiziers; ein Bombensplitter; ein Koffer: Insgesamt sind es 45 Dinge, Bilder und Dokumente aus dem Jahr 1945 in Brandenburg - diese BRUCHSTÜCKE stehen im Mittelpunkt einer sehr besonderen Ausstellung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Mit dem Projekt "BRUCHSTÜCKE '45 - von NS-Gewalt, Befreiungen und Umbrüchen in Brandenburg" nehmen die Gedenkstätten in fünf brandenburgischen Orten den 75. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager zum Anlass, den Blick auf das wichtige Jahr 1945 in der Region zu richten. Dieses Jahr steht für den Übergang von Krieg zu Frieden in Europa, der schon vor 1945 beginnt und bis weit darüber hinaus andauert. Die Monate sind von Kontinuitäten, Brüchen, Gewalt, Euphorie, Hoffnung, Angst, Zukunftsoffenheit und Unsicherheit geprägt.  
 
Erstmals haben alle fünf Gedenkstätten der Stiftung gemeinsam zum selben Thema gearbeitet. Das Ergebnis präsentieren sie ab Januar 2021 zuerst im Neuen Museum in der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg und ab Mai 2021 im Haus der Brandenburgisch Preußischen Geschichte in Potsdam. Mit je neun Bruchstücken setzen die einzelnen Orte dabei lokale Schwerpunkte. Ausgehend von den Gedenkstätten Todesmarsch im Belower Wald, Ravensbrück und Sachsenhausen, Zuchthaus Brandenburg-Görden und Leistikowstraße Potsdam wird über 45 BRUCHSTÜCKE ein vielfältiges Panorama des Jahres 1945 in Brandenburg sichtbar.
 
Nach den großen Ausstellungen in Oranienburg und Potsdam wandern die 9 ortspezifischen BRUCHSTÜCKE in die jeweiligen Gedenkstätten und Regionen zurück und werden in fünf Einzelausstellungen vor Ort präsentiert. Begleitend adressieren kulturpädagogische Angebote primär das lokale Publikum und wirken über die Orte und Städte hinaus in den ländlichen Raum.

 

Am Lagertor

„Am Lagertor“ von Outoffocus mit Zeichnungen von Cosimo Miorelli. Ein Animationsfilm für die Ausstellung BRUCHSTÜCKE '45 und die Gedenkstätte Sachsenhausen. Die Protagonisten: der KZ-Überlebende Thomas Buergenthal und der jüdische Befreier Bernhard Storch.

Diese Video wird via Vimeo eingebettet. Es gelten die Datenschutzbedingungen von Vimeo.

Das Projekt entstand mit freundlicher Unterstützung der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien, dem Ministerium für WIssenschaft und Forschung des Landes Brandenburg, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der ostdeutschen Sparkassenstiftung und Kulturland Brandenburg und in Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und dem ReMO - Regionalmuseum Oberhavel. Es ist Teil des Themenjahres »KRIEG und FRIEDEN. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg 2020«.