Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

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Memorial to the Victims of Euthanasia Murders

Fünf Jahre Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde

30. 2019 – 10:00 - 15:30 Uhr

Seit fünf Jahren erinnert die Bundesrepublik Deutschland mit dem Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde an die etwa 300.000 Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten sowie »rassisch« und sozial unerwünschte Menschen, die zwischen 1939 und 1945 im Deutschen Reich und im deutsch besetzten Europa als »lebensunwert« getötet wurden.

Mit dem deutschen Angriff auf Polen am 1. September 1939 – vor 80 Jahren – begann der Zweite Weltkrieg. Zwei Monate darauf erließ Adolf Hitler eine Anordnung zur Ausrottung »lebensunwerten Lebens«, die auf den 1. September zurückdatiert wurde. Bereits in Polen wurden 1939/40 Tausende Patienten erschossen oder vergast. Ab Anfang 1940 begann der Massenmord auch im Deutschen Reich. Die Planungs- und Verwaltungszentrale des »Euthanasie«-Programms befand sich ab April 1940 in der Tiergartenstraße 4. Hier organisierten Ärzte und Verwaltungspersonal die Erfassung und Selektion der Patienten sowie deren Transport in sechs eigens dafür eingerichtete Gasmordanstalten im Deutschen Reich.

Bis August 1941 töteten Ärzte dort über 70.000 Menschen, bis 1945 wurden weitere 90.000 durch Nahrungsentzug, Vernachlässigung und die Gabe von Medikamenten umgebracht. Im besetzten Polen und in der eroberten Sowjetunion mordeten SS-Einheiten zahlreiche Krankenhäuser leer. Die sogenannte Euthanasie war das erste systematische Massenverbrechen des nationalsozialistischen Regimes. Sie gilt als Vorstufe zur Vernichtung der europäischen Juden.

 

Aus dem Programm (PDF):

Menschen mit Lernschwierigkeiten stellen ihre Arbeit in der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel vor

Block 1 von 11:45 Uhr bis 12:45 Uhr

Forum 1 in verschiedenen Foyerbereichen der Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Straße 1, 10785 Berlin

 

Anmeldung und weitere Informationen über die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Bitte teilen Sie dort bis 27. August 2019 mit, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen werden und an welchen Foren Sie teilnehmen werden.

Tel.: +49 (0)30 / 26 39 43 11

Fax: +49 (0)30 / 26 39 43 20

E-Mail: veranstaltungen@stiftung-denkmal.de

Venue

Philharmonie

Herbert-von-Karajan-Straße 1

10785 Berlin

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