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Online-Petition fordert „Straßenbenennungen im Aderluch nur im Einvernehmen mit den Überlebenden des KZ Sachsenhausen“

15. June 2020

Zum Konflikt um die geplanten Straßenbenennungen im Oranienburger Neubaugebiet „Aderluch“ auf dem Geländes des ehemaligen Außenkommandos „Zeppelin“ des KZ Sachsenhausen hat Prof. Dr. Henning Schluss aus Oranienburg eine Online-Petition gestartet. Sie richtet sich an die Oranienburger Stadtverordneten und an die Stadtverwaltung mit dem Ziel, „eine einvernehmliche Einigung mit den Überlebenden des KZ-Sachsenhausen, vertreten durch das Internationale Sachsenhausen-Komitee, zu finden“.

Die Gedenkstättenstiftung und das Internationale Sachsenhausen Komitee hatten das vorliegende Konzept der Straßenbenennungskommission abgelehnt, wonach Persönlichkeiten aus ganz unterschiedlichen Kontexten neben zwei im Nationalsozialismus verfolgten Frauen gewürdigt werden sollen. Durch die Benennungsvorschläge würden die Einmaligkeit des historischen Ortes und das Leiden der Opfer stark in den Hintergrund treten. Besonders die Einbeziehung einer Frau, die im Speziallager inhaftiert war, drohe die notwendige differenzierte Betrachtung der zweifachen Geschichte von Sachsenhausen als Konzentrationslager und sowjetisches Speziallager zu konterkarieren.

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