Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

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Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden

Auf den Spuren des Vaters und in eigener Sache

25. Mai 2019

Heute besuchte der 91-jährige Dr. Hans-Joachim Heise aus Güstrow die Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden. Er folgt den Spuren seines Vaters Heinrich Heise, der bis 1945 als Hauptwachtmeister zum Zuchthaus-Personal gehört hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Vater von einem sowjetischen Tribunal zu zehn Jahren Haft verurteilt und verstarb 1947 im sowjetischen Speziallager Nr. 10 in Torgau.

Aber auch Dr. Heises eigenes Schicksal ist mit der Haftanstalt Brandenburg verbunden. Der gebürtige Brandenburger war 1952 wegen der Einfuhr und Verbreitung von West-Berliner Publikationen in die DDR zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Von Dezember 1952 bis zu seiner vorzeitigen Entlassung im September 1953 saß er als politischer Gefangener in Brandenburg in Haft.

Gedenkstättenleiterin Dr. Sylvia de Pasquale freute sich über den Besuch des Zeitzeugen und stellte ihm in einem lebensgeschichtlichen Videointerview Fragen zu seiner Haftzeit in den 1950er Jahren.

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