Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Presseinformationen

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

55/2019: Konzert mit synagogalen Gesängen von Frauen in der Stadtkirche in Fürstenberg an der Havel

10. September 2019

Nr.: 55/2019

Im Rahmen der Konzertreihe „Living Music 2019“ und der „Sommerkonzerte“ der Stadtkirche findet am Sonntag, 15. September 2019, um 17.00 Uhr in der Stadtkirche in Fürstenberg an der Havel ein Konzert mit dem Titel „Ihre Stimme ruft – vertonte Gebete von Frauen“ statt. Die Ausführenden sind Mimi Sheffer (Sopran) und Mirlan Kasymaliev (Orgel). Zu dieser Veranstaltung in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Auf dem Programm stehen jüdische Gebete, deren Texte entweder von Frauen geschrieben oder vertont wurden. So werden drei Gebete von Berta Pappenheim erklingen, die die israelische Komponistin Anna Segal eigens für dieses Konzert in Musik gesetzt hat, sowie ein Gebet von Lena Stein-Schneider (1874-1958)mit dem Titel „Avinu Malkenu“, das während des Holocaust entstanden ist. Außerdem werden Werke von Miriam Gideon (1906-1996), Ursula Mamlok (1923-2016), Helen Medwedeff Greenberg (1939-2011), Rosy Wertheim (1888-1949), David Zehavi, Ani Ma’amin und Marc Lavry (1903-1967) erklingen.

Die Konzertreihe „Living Music“, die sich der Musik jüdischer Komponistinnen und Komponisten widmet, die vor den Nationalsozialisten geflohen sind, findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Künstlerische Leiterin ist die in Israel geborene und aufgewachsene Sopranistin und Kantorin Mimi Sheffer, die inzwischen seit vielen Jahren in Berlin lebt. Neben ihrer Gesangsausbildung in Tel Aviv und New York war sie bereits als hauptamtliche Kantorin tätig. Sie wirkte in zahlreichen Opernproduktionen mit und stand auf bedeutenden Konzertpodien.

Ein besonderes Anliegen ist der stimmgewaltigen Sopranistin die Wiederbelebung jüdischer Musik in Europa und die Förderung des interkulturellen Dialoges. Ihr musikalisches Engagement gilt vor allem jüdischen Komponisten, deren große Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg war und deren Schaffen – sofern sie der Shoah entfliehen konnten – von ihrer neuen Heimat inspiriert worden ist. Sheffer will klassische Musik mit jüdischen Wurzeln zu einem festen Bestandteil europäischer Konzertprogramme machen. Dabei reicht ihr musikalisches Spektrum vom kantoralen Gesang über Kammermusik bis hin zum Orchesterrepertoire.

Der aus Kirgisien stammende Organist und Pianist Mirlan Kasymaliev ist seit 2000 Organist in einer Freien Kirchgemeinde in Berlin-Wilmersdorf und in der Ev. Kirche Neu-Westend in Berlin-Charlottenburg. Außerdem ist er als Konzertorganist und -pianist tätig.

 

Pressefoto (Porträt Mimi Sheffer) zum Download (4,5 MB)

 

Sonntag, 15. September 2019, 17.00 Uhr
Ihre Stimme ruft – vertonte Gebete von Frauen

mit Mimi Sheffer (Sopran) und Mirlan Kasymaliev (Orgel)
Veranstaltungsort: Ev.-Luth. Stadtkirche, 16798 Fürstenberg/Havel

Eine Veranstaltung im Rahmen von „Living Music 2019“ und der „Sommerkonzerte“ der Ev.-Luth. Stadtkirche in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Die Konzertreihe „Living Music 2019“ wird vom Land Brandenburg, der Stadt Potsdam, der Dwight und Ursula Mamlok Stiftung, Pro Musica Viva und von KOL - jüdische Musik beleben und erleben e.V. gefördert.

Information: www.ravensbrueck-sbg.de

 

Verantwortlich:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
16515 Oranienburg | Heinrich-Grüber-Platz | T +49 3301 810920 | F +49 3301 810926
seferens@stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de


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