Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Presseinformationen

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Vortragsveranstaltung in der Gedenkstätte Sachsenhausen zur Versorgungskrise im Speziallagersystem im Hungerwinter 1946/47

01. März 2017

Nr.: 16/2017

Der „Hungerwinter“ 1946/47 und seine Auswirkungen für die Gefangenen in den sowjetischen Speziallagern stehen im Mittelpunkt einer Vortragsveranstaltung am morgigen Donnerstag, 2. März 2017, um 18.30 Uhr in der Gedenkstätte Sachsenhausen. Franz Waurig (Gedenkstätte Buchenwald) spricht über die Versorgungskrise in den Speziallagern im Kontext des Hungerwinters 1946/47. Die Folgen des Hungerwinters für die Häftlinge im sowjetischen Speziallager Sachsenhausen sind das Thema des Vortrages von Dr. Enrico Heitzer (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen).

Die Ernährung der Häftlinge in den Speziallagern war von Anfang an völlig unzureichend. Ab dem 1. November 1946 galten neue, drastisch verringerte Rationen. In der Folge brach im Winter 1946/47 eine Hungerkatastrophe aus. Viele entkräftete und kranke Häftlinge starben. In einem der kältesten Winter des 20. Jahrhunderts starben in Mittel- und Osteuropa mindestens 1,5 Millionen Menschen. Auch für ganz Deutschland geht man von zehntausenden Toten aus.

 

Donnerstag, 2. März 2017, 18.30 Uhr

Der Hungerwinter 1946/47 und die sowjetischen Speziallager

Referenten: Franz Waurig (Gedenkstätte Buchenwald) und Dr. Enrico Heitzer (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen)

Begrüßung: Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Moderation: Dr. Ines Reich, Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

 

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Besucherzentrum

Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg

 

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