Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Veranstaltungen

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

VERANSTALTUNG VERSCHOBEN: Widerstand, Deportation und Lagerhaft. Formen des Erzählens von Überlebenden des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück

09. Dezember 2021 – 18:00 bis 22:00 Uhr

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie kann die Veranstaltung nicht wie geplant stattfinden. Sie wird voraussichtlich im Frühjahr 2022 nachgeholt.

 

Ein reger Austausch zwischen der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und französischen Überlebendenverbänden hat in den letzten Jahren zu vielen Übersetzungen französischer Zeugnisse über das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück in die deutsche Sprache geführt. Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Französischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, und Dr. Andrea Genest, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, laden Sie herzlich ein, drei kürzlich auf Deutsch erschienene Publikationen kennenzulernen und zu diskutieren.

„Französinnen in Ravensbrück. Zeugnisse deportierter Frauen”, herausgegeben von der Amicale de Ravensbrück (Metropol Verlag 2020), ist das kollektive Zeugnis der Frauen aus Frankreich, die in das KZ Ravensbrück deportiert wurden. Ein Redaktionskomitee von 18 Frauen hatte zu Beginn der 1960er-Jahre Überlebende gebeten, von ihrer Inhaftierung zu berichten.

„Zwischenleben Von Colombelles nach Mauthausen, 1943 – 1945” (Metropol Verlag 2020) ist das Zeugnis der Widerstandskämpferin Gisèle Guillemot (1922 – 2013). Im Herbst 1943 wird sie aus Paris deportiert und in anschließend in zahlreichen Gefängnissen und Lagern interniert, auch im KZ Ravensbrück. Am 20. April 1945 wird sie im KZ Mauthausen befreit. Ihr Zeugnis ist zugleich eine scharfsinnige Analyse und dichte Beschreibung der Lager- und Deportationserfahrung.

„Francine R. Widerstand und Deportation April 1944 – Juli 1945” (avant-verlag, 2021) ist eine Graphic Novel über das Leben von Francine R., die aufgrund ihrer Tätigkeit in der Résistance am 6. April 1944 von der Gestapo verhaftet wird. Sie durchläuft verschiedene Lager, bis sie in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert wird. Für die Graphic Novel hat Francine R. ihre Geschichte Boris Golzio erzählt, der sie einfühlsam in Text und Bild festgehalten hat.

An der Diskussion nehmen Dr. Insa Eschebach, ehemalige Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Prof. Mechthild Gilzmer, emeritierte Professorin für Romanistik und wissenschaftliche und kuratorische Mitarbeiterin für eine Ausstellung über Französinnen in Ravensbrück, und Boris Golzio, Autor von „Francine R.”, teil.

Die Veranstaltung wird auf Deutsch und Französisch stattfinden und simultan übersetzt. Ein Livestream wird ebenfalls angeboten.

Bitte melden Sie sich für die Präsenzveranstaltung und die Online-Veranstaltung an: thalheim@stiftung-bg.email

Veranstaltungsort

Französische Botschaft in Berlin, Pariser Platz 5 - 10117 Berlin
Eingang über Wilhelmstraße 69, 10117 Berlin

Kontakt

Ansprechpartner: Stefanie Thalheim

Adresse
Französische Botschaft in Berlin, Pariser Platz 5 - 10117 Berlin
Eingang über Wilhelmstraße 69, 10117 Berlin
Telefon
0033093 608 175
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