Wanderausstellung
In der Sowjetischen Besatzungszone verurteilten sowjetische Militärtribunale Tausende Frauen zu langjährigen Haftstrafen. Viele wurden in Speziallagern inhaftiert. Die größte Gruppe befand sich ab Sommer 1948 im Speziallager Sachsenhausen. Anfang Februar 1950 überstellte der sowjetische Geheimdienst 1.119 Frauen aus dem aufgelösten Lager in das DDR-Gefängnis Hoheneck. Darunter waren Mütter mit Kleinkindern und Schwangere. Über die Frauen ist bis heute nur wenig bekannt.
Die Wanderausstellung stellt anhand von Fotos, Zeitzeugenberichten und Erinnerungsstücken zwölf Frauen biografisch vor. Ihre Schicksale erzählen ein fast vergessenes Kapitel der Nachkriegsgeschichte mit Verfolgung, Unrecht, Leid und Selbstbehauptung.
Ausstellungstermine und -orte
Aktuelle und zukünftige Präsentationen
4. Juni 2026 bis 9. August 2026
Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden
15. August 2026 bis 15. Januar 2027
Gedenkstätte Leistikowstraße Potsdam
Februar 2027 bis Juni 2027
Gedenkstätte Amthordurchgang Gera
August 2027 bis Januar 2028
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
März 2028 bis Mai 2028
Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden
Mai 2028 bis Juli 2028
Gedenkstätte Bautzen
Juli 2028 bis September 2028
Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg
September 2028 bis November 2028
Gedenkstätte Andreasstraße Erfurt
Vergangene Präsentationen
6. September 2025 bis 7. April 2026
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
13. April bis 27. Mai 2026
Friedrich-Schiller-Universität Jena



