Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald
Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-Morde
Gedenkstätte Zuchthaus Brandenburg-Görden
Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz
1/26: Montagsdebatte am 12. Januar zum Thema „Radikalität, Terrorismus und Erlösungshoffnungen in Zeitgeschichte und Gegenwart“
05. Januar 2026
Nr.: 1/2026
Die „Montagsdebatte“ des Netzwerks Zeitgeschichte widmet sich am Montag, 12. Januar 2026, um 18.00 Uhr in der Berliner Humboldt-Universität der Frage, ob die zunehmende Radikalisierung, die wir derzeit erleben, auch auf religiösen und weltlichen Erlösungshoffnungen beruht. Im Anschluss an einen einführenden Impulsvortrag der niederländischen Zeithistorikerin Beatrice de Graaf von der Universität Utrecht folgt ein Gespräch mit Frank Bösch, Direktor des Leibniz-Instituts für Zeithistorische Forschung Potsdam.
Nicht nur Islamisten, auch Rechtsextremisten verwenden in zunehmendem Maße religiöse Muster, Symbole und Praktiken. Sie nutzen diese zur Anwerbung, Legitimierung und Verherrlichung von politischer Gewalt in Europa, den USA und Russland. Radikale Erlösungshoffnungen treten auch zunehmend in den Führungen politischer Parteien auf: Trump wird von Evangelikalen als biblischer ‚König Kyros‘ gesehen, Orban stellt sich als ‚Verteidiger des Christentums‘ dar, Putin wirft sich gar als ‚Katechon‘ auf und Vox-Anführer Abascal sieht sich als neuen Kreuzfahrer gegen den Islam. Was sind die Ursachen für diese Rückkehr radikaler Erlösungshoffnungen und wie können wir darauf reagieren?
Beatrice de Graaf ist eine der bekanntesten Expertinnen für die Geschichte der internationalen Sicherheit und Beziehungen. In ihrem Buch „The Radical Redemption Model“ (2025) analysiert sie, wie religiöse Erlösungsnarrative persönliche und gruppengebundene Radikalisierungen und Terrorismus befördern. Der an der Universität Potsdam lehrende Historiker Frank Bösch hat zuletzt das Buch „Deals mit Diktaturen“ zum Umgang mit Autokratien veröffentlicht.
Die beiden folgenden Montagsdebatten widmen sich Wirtschaftskrisen als Herausforderungen der Demokratie (9. Februar 2026) und Unterschieden von Demokratiegefährdungen in Ost- und Westdeutschland (23. März 2026).
Die dritte Auflage der „Montagsdebatte“ zum Thema „Gefährdung der Demokratie? Geschichte, Gegenwart, Zukunft“ ist eine Veranstaltungsreihe des „Netzwerks Zeitgeschichte“ der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, das den wechselseitigen Austausch von Gedenkstätten, Forschung und Zivilgesellschaft fördert. Die „Montagsdebatte“ wird von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt.
Montag, 12. Januar 2026, 18.00 Uhr
Montagsdebatte „Radikalität, Terrorismus und Erlösungshoffnungen in Zeitgeschichte und Gegenwart“
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin | Hörsaal 2094, Hauptgebäude, 1. OG | Unter den Linden 6| 10117 Berlin
Die Montagsdebatten werden aufgezeichnet und später auf dem Portal L.I.S.A. der Gerda Henkel Stiftung abrufbar sein.
Information: www.netzwerk-zeitgeschichte.de
Verantwortlich:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
16515 Oranienburg | Heinrich-Grüber-Platz | T +49 3301 810920
seferens(at)stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de
Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.
Zurück zur Übersicht