Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
12/26: Antisemitismus und Gedenkstätten – Vorstellung einer Informationsbroschüre und Podiumsgespräch am 18. März in der Gedenkstätte Sachsenhausen
09. März 2026
Nr.: 12/2026
Die Geschichte antisemitischer Vorfälle an NS-Gedenkstätten ist lang. Seit ihrem Bestehen sind Erinnerungsorte für die Opfer der Schoa mit vielfältigen Anfeindungen konfrontiert. Diese zielen darauf ab, die präzedenzlosen Verbrechen in Zweifel zu ziehen, das Gedenken an die Ermordeten zu stören und den gesellschaftlichen Auftrag dieser historischen Orte in Frage zu stellen. Seit den Massakern vom 7. Oktober 2023 durch die Hamas und andere Terrororganisationen in Israel ist die Zahl der Vorfälle in Deutschland drastisch gestiegen – auch an NS-Gedenkstätten.
Vor diesem Hintergrund gibt der Bundesverband RIAS (Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e.V.) eine Publikation zu antisemitismuskritischen Zugängen für NS-Gedenkstätten mit dem Titel „…dass wir Verantwortung übernehmen, liegt in der Logik des Ortes“ heraus, die am Mittwoch, 18. März 2026, um 18.15 Uhr in der Gedenkstätte Sachsenhausen vorgestellt wird.
Im Anschluss an die Vorstellung der Publikation diskutieren Expertinnen und Experten aus der Gedenkstättenarbeit über Möglichkeiten und Grenzen historisch-politischer Bildung an Gedenkstätten im Kampf gegen Antisemitismus Welche antisemitischen Vorfälle gibt es an Erinnerungsorten? Wo sind Kontinuitäten zu beobachten, wo Brüche? Und wie lassen sich antisemitismuskritische Zugänge an historischen Orten implementieren?
Zu der Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Wir bitten um vorherige Anmeldung bis zum 16. März 2026 unter netzwerk-zeitgeschichteastiftung-bgode.
Mittwoch, 18. März 2026, 18.15 Uhr
Antisemitismus und Gedenkstäten
Vorstellung einer Broschüre des Bundesverbandes RIAS zu Antisemitismus an Gedenkstätten und Podiumsdiskussion
Programm
Begrüßung: Benjamin Steinitz, Geschäftsführer des Bundesverbands RIAS
Grußwort: Andreas Büttner, Antisemitismusbeauftragter des Landes Brandenburg
Podiumsgespräch mit: Deborah Hartmann, Leiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
Lara-Maria Myller, wissenschaftliche Mitarbeiterin Netzwerk Zeitgeschichte/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Mihail Groys, Referent für Erinnerungspolitik und Gedenkstättenarbeit beim Zentralrat der Juden in Deutschland
Dr. Tanja Kinzel, leitende Bildungsreferentin des Bundesverbands RIAS
Moderation: Franziska Göpner, Anne Frank Zentrum
Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e. V. (RIAS), Partner im Kooperationsverbund gegen Antisemitismus, und dem Netzwerk Zeitgeschichte in Kooperation mit dem Beauftragten zur Bekämpfung des Antisemitismus im Land Brandenburg.
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Straße der Nationen 22 | 16515 Oranienburg
Information:
www.gedenkstaette-sachsenhausen.de
www.netzwerk-zeitgeschichte.de
Kontakt:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Heinrich-Grüber-Platz | 16515 Oranienburg | T +49 3301 810920
seferens(at)stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de
Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.