Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Presseinformationen

Gedenkstätte Opfer der Euthanasie-Morde

9/26: Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde lädt zum Game-Testing des digitalen Spiels „Meine Oma (88)“ ein

26. Februar 2026

Nr.: 9/2026

Am Mittwoch, 4. März 2026, lädt die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in der Zeit von 17.00 bis 20.00 Uhr zu einem öffentlichen Workshop ein, bei dem der aktuelle Entwicklungsstand des digitalen Spiels „Meine Oma (88)“ von Interessierten getestet werden kann. Seit Anfang 2025 arbeitet die Gedenkstätte gemeinsam mit dem Leipziger Gamestudio ROTxBLAU an diesem Spiel, das Familienerinnerungen an die NS-Zeit thematisiert. Das Projekt zielt darauf ab, die zwischenmenschlichen Dynamiken zu beleuchten, die das Sprechen über den Nationalsozialismus in Familien behindern, aber auch ermöglichen können.

Im Mittelpunkt des dreistündigen Workshops steht ein interaktiver Praxistest: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer probieren das Spiel aus und geben Rückmeldungen, die unmittelbar in die weitere Entwicklung einfließen. Zugleich bietet der Abend Gelegenheit, mit Spieleentwicklerinnen und Historikern über die Konzeption, die historischen Hintergründe und die Herausforderungen digitaler Erinnerungskultur ins Gespräch zu kommen.

In „Meine Oma (88)“ übernehmen die Spielenden die Rolle einer jungen Frau, die ihre Großmutter zur eigenen Familiengeschichte befragt. Dabei begegnen sie den bruchstückhaften und teils widersprüchlichen Erinnerungen der Kriegskindergeneration. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit Familienangehörige in die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen verstrickt waren. Das Spiel thematisiert Verdrängung, Schweigen und die Schwierigkeit, historische Verantwortung innerhalb der eigenen Familie zu reflektieren.

Das Projekt wird durch die Alfred Landecker Foundation gefördert. Die Veröffentlichung des Spiels ist für Ende 2026 geplant.

 

Mittwoch, 4. März 2026, 17.00 bis 20.00 Uhr
Workshop „Meine Oma (88)“ – Spieletest und Werkstattgespräch

Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter anmeldung-brb(at)stiftung-bg.de.

 

Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde
Nicolaiplatz 30 | 14770 Brandenburg an der Havel

 

Information: www.brandenburg-euthanasie-sbg.de

 

Kontakt:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Heinrich-Grüber-Platz | 16515 Oranienburg | T +49 3301 810920
seferens(at)stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de

 

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

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