Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

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Die Stiftung wurde Opfer eines Ransomware-Angriffs

11. August 2026

Was ist passiert?

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist Opfer eines sogenannten Ransomware-angriffes geworden. Dabei sind die Angreifer in die internen IT-Systeme eingedrungen und haben Teile der IT-Systeme und Daten mit einer speziellen Software verschlüsselt. Der Vorfall wurde am 5. August 2026 festgestellt. Betroffen sind sowohl die Gedenkstätten an allen sieben Standorten als auch die Geschäftsstelle. 

Der Besuch der Gedenkstätten ist weiterhin ohne Einschränkungen möglich.

Da die Telefonanschlüsse und die bekannten Mail-Adressen außer Funktion sind, bitten wir Sie, für die Kontaktaufnahme bis auf weiteres folgende zentrale Mail-Adresse zu verwenden: infostiftungbg.onmicrosoftcom

Weitere Informationen zum Cyber-Angriff

Wie wurde nach dem Angriff reagiert?

Unmittelbar nach der Feststellung des Angriffs wurden folgende Sofortmaßnahmen getroffen:

  • Wir haben betroffene Systeme offline genommen, d.h. jegliche Internet- und Netzwerkverbindungen getrennt.
  • Wir haben einen externen, vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfohlenen Dienstleister für IT-Sicherheit hinzugezogen, der uns bei der Bewältigung der Situation und der Aufklärung des Vorfalls durch eine forensische Analyse unserer IT-Systeme unterstützt.
  • Wir haben fristgerecht eine Meldung bei der zuständigen Datenschutzbehörde des Landes Brandenburg abgegeben.
  • Wir haben Anzeige erstattet und Kontakt zur Zentralen Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des Landeskriminalamts Brandenburg aufgenommen und stehen im Austausch mit zuständigen Beamten.

Wie geht es jetzt weiter?

Unsere IT-Systeme werden durch unsere IT-Abteilung komplett neu aufgesetzt und installiert. So wird sichergestellt, dass sich Angreifer nicht erneut Zugriff auf die IT-Infrastruktur verschaffen können. Weiterhin findet eine digital-forensische Untersuchung durch den hinzugezogenen IT-Sicherheitsdienstleister statt, um festzustellen, welche IT-Systeme tatsächlich betroffen sind und ob möglicherweise Daten abgeflossen sein könnten.

Bis die Systeme neu aufgesetzt wurden, werden voraussichtlich noch einige Tage vergehen. Wir bitten um Verständnis, dass bei der Neuinstallation der IT-Umgebung Sicherheit vor Schnelligkeit geht. Bis die Systeme wieder zur Verfügung stehen, wird versucht der Betrieb über Ausweichprozesse sicherzustellen.

Waren die Systeme nicht ausreichend geschützt?

Alle unsere IT-Systeme sind durch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen abgesichert. Leider kann trotz aller Sicherheitsmaßnahmen nie eine hundertprozentige Sicherheit vor solchen Angriffen erreicht werden. Wir nehmen den Vorfall trotzdem zum Anlass, um die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen stetig zu erweitern. Hierbei werden wir auch die Ergebnisse der forensischen Untersuchung berücksichtigen, in der u.a. das Einfallstor der Angreifer festgestellt werden soll.

Wird die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten erpresst?

Wie bei Ransomware-Attacken üblich haben sich die Angreifer unerlaubt Zugriff auf die IT-Infrastruktur der Stiftung verschafft, anschließend Teile der IT-Systeme und Daten durch eine spezielle Software verschlüsselt. Bei dem Angriff wurde – wie ebenfalls bei solchen Attacken üblich – eine Textdatei mit der Aufforderung, Kontakt zu den Angreifern aufzunehmen, hinterlassen. Sofern man Kontakt zu den Angreifern aufnimmt, fordern diese in der Regel eine Zahlung in einer Kryptowährung für die Entschlüsselung der IT-Systeme und Daten. 

Sind Daten bei dem Angriff abgeflossen?

Aktuell lassen wir forensisch untersuchen, ob Daten bei dem Angriff abgeflossen sind. Auf Grund des üblichen Vorgehens der Angreifer bei solchen Cyberattacken müssen wir jedoch davon ausgehen, dass Daten von den Angreifern heruntergeladen wurden.

Was für Daten könnten abgeflossen sein?

Nach aktuellem Stand könnten bei dem Vorfall insbesondere folgende Daten betroffen sein: 

  • interne Verwaltungsdaten
  • Unternehmens und Ansprechpartnerdaten unserer Geschäftspartner und Besucher.
  • Vereinbarungen und Dokumente im Rahmen der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern.

Was bedeutet der Angriff für mich als Besucher?

Bis die Systeme wieder zur Verfügung stehen, kann es zu Verzögerung bei der Bearbeitung von Anfragen kommen, da die notwendigen Daten und Systeme hierfür aktuell nicht zur Verfügung stehen. Insbesondere können wir Buchungen von pädagogischen Programmen aktuell nicht wie gewohnt verarbeiten. Wir bitten Sie daher um Verständnis. Wir arbeiten jedoch mit Hochdruck und Priorität daran, unsere IT-Systeme zeitnah wiederherzustellen, um die Arbeitsfähigkeit wieder zu gewährleisten.

Worauf müssen Gäste, Kooperations- und Geschäftspartner der Stiftung jetzt achten?

Aktuell kann noch nicht gesagt werden, ob auch Daten bei der Attacke von den Angreifern heruntergeladen worden sind. Die Prüfung eines Datenabflusses ist Teil der forensischen Untersuchung durch den hinzugezogenen IT-Sicherheitsdienstleister. Sofern Daten von den Angreifern abgezogen werden, werden die Daten oftmals genutzt, um Folgeangriffe gegen Besucher und Partner von betroffenen Unternehmen durchzuführen. Wir bitten daher um die Beachtung der folgenden Hinweise:

  • Nach solchen Angriffen kann es vermehrt zu sogenannten Phishing- oder Spammails kommen. Wir bitten daher grundsätzlich um erhöhte Aufmerksamkeit bei verdächtigen E-Mails und insbesondere solchen, die die Stiftung als vermeintlichen Absender ausweisen.
    • Seien Sie besonders wachsam, wenn Sie zu ungewöhnlichen Handlungen wie z.B. dem Öffnen von Links aufgefordert werden.
    • Prüfen Sie sorgfältig den Absender und den Inhalt von Nachrichten, auch wenn diese auf den ersten Blick vertrauenswürdig wirken.
  • Sofern die Angreifer Daten heruntergeladen haben, könnten sie diese auch für sogenannten Rechnungsbetrug nutzen. Seien Sie daher auch aufmerksam, wenn Sie zur Überweisung an geänderte Kontoverbindungen aufgefordert werden, auch wenn legitime Rechnungen versendet werden oder an vorherige Konversationen angeknüpft wird
  • Geben Sie keine vertraulichen Informationen preis, wenn Sie nicht sicher sind, dass die Kontaktaufnahme von einer echten und bekannten Person ausgeht.
  • Sollten Sie Hinweise auf einen Missbrauch der betroffenen Daten feststellen, bitten wir um sofortige Mitteilung an uns unter infostiftungbg.onmicrosoftcom.
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