Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Wanderausstellung #StolenMemory zu Gast in der Gedenkstätte Ravensbrück
02. Juli 2026
Vom 9. Juli bis zum 5. August 2026 zeigt die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück die Wanderausstellung #StolenMemory der Arolsen Archives. Im Mittelpunkt stehen Ringe, Uhren, Fotos und Briefe – persönliche Gegenstände, die die SS den Häftlingen der Konzentrationslager bei der Einlieferung abnahm. Die Arolsen Archives verwahren bis heute solche Erinnerungsstücke von rund 2.000 Menschen, sogenannte Effekten, und suchen nach den Familien, um sie zurückzugeben.
Auch im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück raubte die SS den Häftlingen ihre persönlichen Gegenstände und verwahrte das Raubgut in der dafür vorgesehenen “Effektenkammer”. Viele der Frauen verschleppte die SS später zur Zwangsarbeit in Außenlager des KZ Neuengamme – so gelangten ihre Gegenstände nach Kriegsende nach Bad Arolsen.
Einige dieser Geschichten erzählt die Ausstellung, zum Beispiel die von Neonella Doboitschina. Die Gestapo deportierte die junge Frau im Mai 1944 nach Ravensbrück. Ihr Schmuck und ihre Fotos mit Widmungen warten bis heute auf ihre Familie. Dass die Suche gelingen kann, zeigt die Geschichte von Halina Kucharczyk. Ihre Enkelinnen erhielten im Juli 2025 in der Gedenkstätte den Ring ihrer Großmutter zurück. Hier zum Beitrag.
Zu sehen ist die Ausstellung im aufklappbaren Übersee-Container auf dem Vorplatz der Kommandantur, täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Wer möchte, kann die Suche nach den Familien selbst unterstützen – Suchaufrufe und weitere Informationen unter www.stolenmemory.org
Links
- https://www.stolenmemory.org/
- https://arolsen-archives.org/mitmachen/suchaufrufe/
- https://www.stolenmemory.org/ring-von-ravensbrueck-ueberlebender/