Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Folge 01

Christian Marx von der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde

Die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde liegt im Zentrum der Stadt Brandenburg an der Havel. Dort befand sich 1940 eine der sechs Tötungseinrichtungen der nationalsozialistischen „Euthanasie-Aktion T4“, der in den Jahren 1940/1941 über 70.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen sowie als „asozial“ Stigmatisierte zum Opfer fielen.
Gedenkstättenpädagoge Christian Marx berichtet vom Schicksal Günther E.s, der 1940 im Alter von 10 Jahren in der Brandenburger „Euthanasie“-Tötungseinrichtung ermordet wurde. Gastgeber Max Vogel stellt seinem Gesprächspartner außerdem Fragen zur Geschichte des Ortes, zu den Hintergründe des „Euthanasie“-Programms und zur Bedeutung von historischen Biografien für seine Arbeit.

Literatur:

Petra Fuchs et al. (Hg.), »Das Vergessen der Vernichtung ist Teil der Vernichtung selbst« Lebensgeschichten von Opfern der nationalsozialistischen »Euthanasie«, Göttingen 2007.

Astrid Ley, Annette Hinz-Wessels (Hg.), Die Euthanasie-Anstalt Brandenburg an der Havel. Morde an Kranken und Behinderten im Nationalsozialismus. Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten: Band 34, Berlin 2012. ansehen


Die Gedenkstätte:

Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde

Nicolaiplatz 28/30

14770 Brandenburg an der Havel

www.brandenburg-euthanasie-sbg.de

Mail: anmeldung-brb@stiftung-bg.de

Tel.: 03381/7935112 oder -113

Öffnungszeiten: Do/Fr: 13-17 Uhr

Sa/So und feiertags: 10-17 Uhr