Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Presseinformationen

Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

18/2022: Konferenz und Podiumsdiskussion - Motive, Spielräume und Schicksale von Akteuren an den Fronten des Kalten Kriegs in Mitteleuropa von den 1940er bis zu den 1960er Jahren

04. April 2022

Nr.: 18/2022

Am 11. und 12. April 2022 werden Historikerinnen und Historiker in der Gedenkstätte Leistikowstraße im Rahmen der internationalen Konferenz „A People’s History of the Cold War“ ihre Forschungsergebnisse über Aktivitäten von Geheimdiensten im Kalten Krieg in der Mitte Europas sowie über Motive, Mentalitäten und Handlungen konkreter Akteure vorstellen und diskutieren. Die Organisatoren der Tagung sind die Gedenkstätte Leistikowstraße Potsdam, das Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung in Graz und das Deutsche Historische Institut Moskau.

Im Zentrum stehen die Akteure, die in der vordersten Front des Kalten Krieges standen, die seinen Verlauf und seine Ergebnisse durch ihre eigenen Motivationen, Handlungsstrategien und -möglichkeiten wesentlich mitprägten. Das Ziel ist es, der Forschung eine neue, hochrelevante Handlungsebene im Kalten Krieg zu weiter erschließen.

Zum Abschluss der Tagung lädt die Gedenkstätte Leistikowstraße am Dienstag, 12. April 2022, um 19.30 Uhr zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion ein. Der ehemalige Direktor des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden, Armin Wagner, diskutiert mit Kindern von Akteuren des Nachrichtengeschäfts und mit Historikern über Motivationen, Handlungsstrategien und -möglichkeiten im Kalten Krieg.

Teilnehmer sind Jochen Fiedler, dessen Vater Mitglied der Teschner-Gruppe war, eines von der Organisation Gehlen in der Sowjetischen Besatzungszone aufgebauten Spionagerings, der 1948 aufflog, sowie Rainer von zur Mühlen, dessen Vater Heinrich für die antikommunistische Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU) arbeitete und auf allen klassischen Feldern der Spionage und Subversion gegen die SBZ/DDR tätig war.

Weitere Gesprächsteilnehmer sind der Sicherheits- und Geheimdiensthistoriker Thomas Wegener Friis, Professor für Zeitgeschichte an der Süddänischen Universität (Odense), Dieter Bacher, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung, der über Nachrichtendienste im Österreich des Kalten Krieges forscht, und Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.

Wichtiger Hinweis:
Aufgrund der beschränkten Platzzahl ist für die Teilnahme an der Podiumsdiskussion eine verbindliche Anmeldung bis zum 8. April 2022 per Mail an mail@leistikowstrasse-sbg.de erforderlich.
 

Gedenk- und Begegnungsstäte Leistikowstraße Potsdam
Leistikowstraße 1 | 14469 Potsdam

Information: www.leistikowstrasse-sbg.de

Gefördert wird die Tagung mit den Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und mit freundlicher Unterstützung des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF).

 

Verantwortlich:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
16515 Oranienburg | Heinrich-Grüber-Platz | T +49 3301 810920 | F +49 3301 810926
seferens@stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de


Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

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