Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
37/26: Junge Menschen aus zahlreichen Ländern engagieren sich im Juli und August in der Gedenkstätte Sachsenhausen
07. Juli 2026
Nr.: 37/2026
Von Mitte Juli bis Ende August werden in der Gedenkstätte Sachsenhausen 45 jungen Menschen aus zahlreichen Ländern zu Gast sein, die sich im Rahmen von internationalen Studycamps mit der Geschichte des Konzentrationslagers (1936-1945) und des sowjetischen Speziallagers beschäftigen und sich bei Erhalt und Pflege der Gedenkstätte engagieren. Die Studycamps werden in Kooperation mit der Vereinigung Junger Freiwilliger (VJF) organisiert und durchgeführt und durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg gefördert. Die Teilnehmenden im Alter von 18 bis 27 sind in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte/Jugendherberge „Haus Szczypiorski“ untergebracht.
Dazu sagte Arne Pannen, Leiter der Bildungsabteilung der Gedenkstätte Sachsenhausen: „Bei den Studycamps kommen junge Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern in Oranienburg zusammen. Sie lernen, arbeiten und leben zusammen und verständigen sich über alle Grenzen hinweg. Für die Teilnehmenden, aber auch für die Gedenkstätte ist dieses Format etwas ganz Besonderes. Mit zwei Wochen Dauer sind sie die längsten und intensivsten Bildungsangebote der Gedenkstätte. Viele Teilnehmende schließen dauerhafte Freundschaften und nehmen bleibende Eindrücke mit in ihre Heimatländer– an die Gedenkstätte Sachsenhausen, aber auch an die gemeinsame Zeit in Oranienburg.“
Das erste Studycamp mit 15 Teilnehmenden aus Italien, der Slowakei, der Ukraine, Armenien, der Türkei, Spanien und Griechenland beginnt am 12. Juli. Die jungen Menschen werden sich mit der Geschichte des Außenlagers „Klinkerwerk“ beschäftigen und am historischen Ort an der Lehnitzschleuse in Oranienburg archäologische Spuren suchen und dokumentieren. Die Ergebnisse werden in Social-Media-Posts aufbereitet. Dieses Studycamp wird vom Bundesforstrevier Oranienburg und dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum unterstützt.
Wenige Tage später, am 14. Juli, beginnt das zweite Studycamp, in dessen Mittelpunkt das Kriegsende 1945 steht. Fünfzehn Teilnehmende aus Italien, der Slowakei, der Ukraine, Armenien, der Türkei, Spanien, Griechenland, Polen, Frankreich und Aserbaidschan werden Angehörige des niederländischen Sachsenhausen-Überlebenden Jan Lemaire treffen und bei einem Comic-Workshop ihre Eindrücke und Erfahrungen verarbeiten. Außerdem werden sie Pflegearbeiten im Bereich für individuelle Gedenkzeichen durchführen.
Am 8. August beginnt das dritte Studycamp mit 15 internationalen Teilnehmenden aus. Bis zum 22. August werden sie sich mit unterschiedlichen Aspekten von Musik im Konzentrationslager beschäftigen und ihre Eindrücke mit Hilfe eines mobilen Musikstudios in eigene musikalische Sounds umsetzen. Dieses Projekt wird in Kooperation mit der Hans-Werner-Henze-Musikschule Marzahn-Hellersdorf (Berlin) durchgeführt und von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft im Rahmen des Programms „JUGEND erinnert vor Ort & engagiert“ gefördert.
Information: www.gedenkstaette-sachsenhausen.de
Kontakt:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Heinrich-Grüber-Platz | 16515 Oranienburg | T +49 3301 810920
seferens(at)stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de
Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.