Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Presseinformationen

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

41/26: Mehr als 100 junge Menschen aus aller Welt nehmen an den Sommer-Workcamps in der Gedenkstätte Ravensbrück teil

04. August 2026

Nr.: 41/2026

In diesem Sommer finden in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück vier internationale Workcamps mit Freiwilligen aus aller Welt statt. Daran nehmen noch bis Ende August mehr als 100 junge Menschen aus Deutschland, Frankreich, Hongkong, Italien, Korea, Mexiko, Spanien, der Slowakei und Tschechien teil sowie Menschen aus der Ukraine, Japan und Armenien, die nicht mehr in ihren Herkunftsländern leben. Bei den zweiwöchigen Workcamps lernen sie die Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück kennen und führen verschiedene Tätigkeiten zum Erhalt und zur Pflege des Geländes durch.

In Seminareinheiten setzen sich die Freiwilligen unter anderem mit der Geschichte von Emmie Arbel auseinander, die als Kind das KZ Ravensbrück überlebt hat und deren Geschichte die Comic-Künstlerin Barbara Yelin in einer Graphic Novel nacherzählt hat. In Workshops werden die Freiwilligen dazu eigene Comic-Strips anfertigen. Weitere thematische Schwerpunkte sind die Situation als „asozial“ Verfolgter sowie Kunstwerke, die im Lager entstanden sind oder die sich mit dem KZ Ravensbrück auseinandersetzen.

Matthias Heyl, Leiter der Bildungsabteilung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück: „Die Workcamps bieten den Freiwilligen die Möglichkeit, sich intensiv mit der Geschichte und Nachgeschichte des KZ Ravensbrück auseinanderzusetzen und somit selbst Teil dieser Spurensuche zu werden. Nicht zuletzt profitiert die Gedenkstätte vom ehrenamtlichen Engagement der jungen Menschen. Sie unterstützen unsere Arbeit, indem sie Dokumente erschließen, das ehemalige Lagergelände von Bewuchs befreien oder den genauen Standort einer Baracke lokalisieren. Die Ergebnisse sollen in ein neues Besuchsleitsystem einfließen und dabei helfen, das weitgehend leer wirkende Gelände besser zu verstehen.“

Die Workcamps werden in Kooperation mit den langjährigen Projektpartnern Vereinigung Junger Freiwilliger (VJF), Kolpingjugend, MittenDrin e.V. sowie Gemse n.e.V. durchgeführt und durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg gefördert. 

 

Information: www.ravensbrueck-sbg.de

 

Kontakt:
Dr. Horst Seferens | Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Heinrich-Grüber-Platz | 16515 Oranienburg | T +49 3301 810920
seferens(at)stiftung-bg.de | www.stiftung-sbg.de

 

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

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