Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Veranstaltungen

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

60. Jahrestag der Gründung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

14. September bis 15. September 2019

Am 12. September 1959 wurde die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Anwesenheit von 70.000 Gästen mit einer „Weiherede“ von Rosa Thälmann feierlich eröffnet. Die Gedenkstätte Ravensbrück nimmt diesen 60. Jahrestag zum Anlass, den historischen Kontext der Entstehung der Gedenkstätte und des ersten Lagermuseums in einer Sonderausstellung und einem begleitenden Veranstaltungsprogramm zu thematisieren.

Die Sonderausstellung „Deutsche politische Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück: Geschichte – Biografien – Deutungen“ wird am 14. September 2019 um 14.00 Uhr im neuen Sonderausstellungsraum im ehemaligen Wasserwerk eröffnet. Der Aufbau der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück war im Kontext des Kalten Krieges begleitet von Auseinandersetzungen zwischen den politischen Lagern in der DDR und der Bundesrepublik um die Deutung der nationalsozialistischen Vergangenheit. In der DDR unterstützte die Organisation der Überlebenden die Entstehung der Gedenkstätte, stritt aber mit der SED um den angemessenen Platz der Frauen in der Widerstandsgeschichte. Die Ausstellung thematisiert diese Konflikte und erzählt die Lebensgeschichten von weiblichen Häftlingen des KZ Ravensbrück aus West- und Ostdeutschland, die das gesamte Spektrum des politischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus repräsentieren.

Dargestellt werden zum Beispiel die Biografien der westdeutschen KPD-Politikerin Doris Maase und der SPD-Politikerin und niedersächsischen Ministerin für Flüchtlingswesen, Martha Fuchs. Aus der DDR werden die Ökonomin Rita Sprengel und die Chronistin des Lagers, Erika Buchmann, vorgestellt. Aus der Vielfalt der Frauen des Widerstandes werden aber auch Lebensgeschichten von Frauen ohne Parteibindung und aus anderen politischen Strömungen thematisiert. Viele der Frauen stellten Artefakte aus der Lagerzeit für das erste Lagermuseum im Zellenbau zur Verfügung und nahmen 1959 an der Eröffnungsfeier teil.

Im Rahmen eines begleitenden Veranstaltungsprogramms sind Lesungen, Podiumsgespräche unter internationaler Beteiligung und Führungen geplant.

Veranstaltungsort

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

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