Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Veranstaltungen

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Ravensbrücker Kolloquium: Games - Spielerische Ansätze in der Gedenkstättenarbeit

01. Dezember bis 03. Dezember 2023 – ganztägig

Das »Ravensbrücker Kolloquium« greift in diesem Jahr die Frage auf, welche Potentiale digitale Spiele für die Erinnerungsarbeit an Gedenkorten hat. Das Versprechen von digitalen Spielen ist, dass diesem notwendigerweise interaktiven Medium gelingt, akteurszentrierte und subjektorientierte Ansätze der historischen-politischen Bildungsarbeit auch im Digitalen Raum umzusetzen. Dieser Anspruch ist allerdings kritisch zu hinterfragen und mit den tatsächlich vorhandenen Games aus dem Unterhaltungsbereich abzugleichen. Hier werden Schoah und nationalsozialistische Massenverbrechen vielfach ausgeblendet und nicht thematisiert, obwohl der Zweite Weltkrieg als Setting aufgegriffen wird. Auch deshalb wenden sich klassische historische Bildungsorte sowie Gedenkstätten dem Medium zu und lassen eigene Games entwickeln, um auch den digitalen Raum mit Informationsangeboten zu bespielen. Darüber hinaus steht aber auch die Frage im Raum, ob Spielelogiken und interaktive digitale Elemente die Erkundung und Wissensvermittlung vor Ort inklusiv, interessant und zielgruppengerecht anreichern können. Während des Wochenendes möchten wir uns gemeinsam mit den Teilnehmenden des Kolloquiums zu allen Fragen rund um Games, Erinnerungskultur und Digitalen Formaten an Gedenkstätten austauschen.

Konkret möchten wir zu einem interaktiven Workshop einladen, und gemeinsam Ideen entwickeln, wie und ob die Ausstellungen z.B. in der Gedenkstätte Ravensbrück durch digitale und spielerische Elemente gestaltet werden können. Wir nennen dieses experimentelle Format »Game Exhibition Jam«. Durch die praktische Arbeit an Konzeptideen vor Ort erhoffen wir uns zunächst einen konkreten Anlass, um über die Potentiale und Grenzen von Gaming-Logiken im Kontext von Erinnerungsarbeit an Gedenkstätten zu reflektieren. Außerdem entstehen womöglich auch Ideen, die in der perspektivisch anstehenden Neugestaltung der Dauerausstellung aufgegriffen werden können.

Der Workshop wird veranstaltet von der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück zusammen mit der Stiftung Digitale Spielekultur im Rahmen des Projekts »Let’s Remember. Erinnerungskultur mit Games vor Ort.« Das Projekt ist Teil der Bildungsagenda NS-Unrecht der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), gefördert durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) auf Grund eines Beschlusses des Bundestages.

Im Rahmen des Ravensbrücker Kolloquiums müssen Teilnehmende die Unterbringung in der Jugendherberge selbst finanzieren. Der Betrag für die Übernachtung beträgt 48 € im Mehrbettzimmer, 54 € im DZ und 62 € im EZ. Die Verpflegung wird durch Projektmittel finanziert.

Die Veranstaltung wird teilweise videografisch dokumentiert und das Material kann in der Kommunikation der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und der Stiftung Digitale Spielekultur verwendet werden. Teilnehmende, die dies nicht möchten, teilen uns dies bitte zu Veranstaltungsbeginn mit. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Der Einfachheit halber erfolgt die Anmeldung über die Jugendherberge. Zur Vorbereitung des Kolloquiums und für die Abrechnung der Projektmittel der Stiftung digitale Spielekultur mit ihren Mittelgebern besteht die Notwendigkeit, Ihren Namen und Adressdaten auszutauschen. Außerdem wird es eine Teilnehmer*innenliste geben, in die Sie sich während des Kolloquiums eintragen müssen.

Inhaltliche Fragen können Sie an heyl@ravensbrueck.de und gruenkorn@stiftung-digitale-spielekultur.de richten.

Näheres zum Programm entnehmen Sie gerne dieser PDF-Datei

Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 22.11.2023 an paedagogik@ravensbrueck.de. Sie können die Einladung gerne an Interessierte weiterleiten. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt auf 25 Personen.

Veranstaltungsort

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Straße der Nationen

16798 Fürstenberg/Havel

Kontakt

Ansprechpartner: Dr. Matthias Heyl

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