Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Presseinformationen

Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald

Als Nebenkläger in einem der letzten Auschwitz-Prozesse – Der Holocaust-Überlebende Leon Schwarzbaum zu Gast in der Gedenkstätte Todesmarsch

16. Februar 2017

Nr.: 13/2017

Der 95jährige Leon Schwarzbaum hat die Konzentrationslager Auschwitz und Sachsenhausen überlebt, während zahllose seiner Angehörigen im Holocaust ermordet wurden. Er nahm am Todesmarsch des KZ Auschwitz teil und wurde auf dem Todesmarsch des KZ Sachsenhausen befreit. Am Sonntag, 26. Februar 2017, ist er um 14 Uhr zu Gast in der Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald.

In einem der letzten Auschwitz-Prozesse trat Leon Schwarzbaum 2015/16 in Detmold als Nebenkläger auf. Der SS-Unterscharführer Reinhold Hanning war angeklagt, als Mitglied der SS-Wachmannschaft des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz Beihilfe zum Massenmord geleistet zu haben. Im Juni 2016 wurde er zu fünf Jahren Haft verurteilt. Leon Schwarzbaum hat im Prozess den Angeklagten direkt angesprochen und ihn – allerdings erfolglos – aufgefordert, darüber zu sprechen, „was Sie mit ihren Kameraden gemacht haben, so wie ich auf meiner Seite gesprochen habe“.

Leon Schwarzbaum wird in der Gedenkstätte Todesmarsch über seine Lebensgeschichte, den Prozess und seine Aussage berichten und Fragen der Gäste beantworten. Carmen Lange, Leiterin der Gedenkstätte Todesmarsch, wird die Veranstaltung moderieren. Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

 

Sonntag, 26. Februar 2017, 14.00 Uhr

Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum

Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald

Belower Damm1, 16909 Wittstock

Tel. 039925-2478, E-Mail: below@gedenkstaette-sachsenhausen.de

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